Hoher Besuch in Hannover

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Die Magdeburger Topschwimmer um Florian Wellbrock nutzten das Sportleistungszentrum Hannover für einen Monat zur Vorbereitung auf den Weltcup in Berlin. Und das hatte einen ganz bestimmten Grund.

 

Ein Bundesstützpunkt für den Schwimmsport in Hannover. Das ist ein lange gehegter Traum vieler Leistungssportler, die Tag für Tag im Sportleistungszentrum ihre Bahnen ziehen. Dabei ist die geographische Lage der Landeshauptstadt Niedersachsens Mitten in der Bundesrepublik exzellent geeignet, um die besten Schwimmer und Schwimmerinnen zu versammeln. Auch die weiteren Eigenschaften des Stützpunkts über die Verbandsarbeit bis hin zu den gut ausgebildeten Trainern und Trainerinnen lässt darauf hoffen, dass der DSV bald einen Entschluss in diese Richtung fasst und Hannover neben dem Wasserball auch im Schwimmsport einen Bundesstützpunkt ermöglicht.

Die schwimmerische Elite Deutschlands durfte sich in letzter Zeit bereits ein Bild von den Trainingsbedingungen am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg machen. Im August noch bei der EM in Rom auf Medaillenjagd, schlugen unter anderem Florian Wellbrock, Lukas Märtens und Isabel Gose ihre Zelte im September in Hannover auf und das hatte einen speziellen Grund:

Wer sich näher mit der Förderung des Spitzensports in Deutschland befasst und nach Wegen sucht, die Berufung auch nach der Schullaufbahn zu verwirklichen, kommt um die Bundeswehr kaum herum. Um den Hochleistungssport weiter in gewohntem Umfang verfolgen zu können, nehmen viele Spitzensportler und -Sportlerinnen gerade in den Randsportarten die Möglichkeit der Sportförderung durch die Bundeswehr wahr. So auch genannte Weltklasse-Schwimmer und Schwimmerinnen, wie Wellbrock, Gose oder auch der Hannoveraner Sven Schwarz.

Die verkürzte Grundausbildung, die die Athlet/innen durchlaufen müssen, um schlussendlich zum Sportsoldaten vereidigt zu werden, umfasst vier Wochen und findet stets in Hannover statt. So kam es also, dass Wellbrock und Co für einen guten Monat das Wasser im Sportleistungszentrum Hannover unsicher gemacht haben. Nach Ende der Ausbildung geht es für sie dann wieder zurück in die Magdeburger Heimat, wo weiter wie gewohnt an den Fähigkeiten gefeilt wird - und das ohne finanzielle Engpässe durch die Förderung der Bundeswehr.

Wie gewinnbringend die Trainingsbedingungen in Hannover waren, wird man derweil im Oktober sehen, wenn sich die Topschwimmer/innen zwischen 20. und 23.10. in Berlin zum Weltcup versammeln.

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