Viele Medaillen bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2021

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Mit einem tollen Aufgebot von 19 niedersächsischen Sportlerinnen und Sportlern war der LSN bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften vom 23. bis 26. September in der Wuppertaler Schwimmoper vertreten. Zusammen mit den zahlreichen Finalteilnahmen waren die LSN-Athleten insgesamt 89-mal am Start und standen davon 15-mal auf dem Treppchen.

Auch bei diesen Meisterschaften schraubte Philipp Brandt (1999) an seinem zuletzt aufgestellten Landesrekord über 50 m Brust. Bereits im Vorlauf konnte er diesen auf 0:27,27 verbessern und setzte dann im A-Finale nochmal einen drauf, als er nach 0:26,99 anschlug. Mit dieser Zeit präsentierte er nicht nur einen fantastischen neuen Landesrekord, sondern holte sich in einem spannenden Rennen, denn der Erstplatzierte war nur sieben Hunderstel vor ihm am Anschlag, auch die Silbermedaille ab.

Ebenfalls in diesem A-Finale dabei war Yannis Hein (2000), der auch im Vorlauf schon Bestzeit schwamm und diese dann im Finale nochmal steigern konnte und in 0:27,60 auf Platz 5 anschlug.

Begonnen hatte die erfolgreiche Woche am Donnerstag mit den 200 m Schmetterling, wo Angelina Köhler (2000) und Madlen Wendland (2002) das Finale erreichen konnten. Angelina schwamm hier auf Platz 4 und Madlen auf Platz 8. Für die Medaillen sorgten an diesem ersten Wettkampftag die männlichen Starter. Philipp Brandt war über 100 m Brust am Start und schwamm sich in neuer Bestzeit von 0:59,62 ins Finale. Dort konnte er sich erneut steigern und holte sich die Silbermedaille in 0:59,39. Bronze ging ebenfalls nach Niedersachsen, denn gleich hinter ihm in 0:59,52 schlug Yannis Hein an. Yannis hatte bereits im Vorlauf seine Meldezeit um 1,35 Sekunden verbessern können und blieb in diesem 100 m Rennen vorne dran und verbesserte seine Zeit um weitere 45 Hunderstelsekunden. Doch das waren noch nicht alle Medaillen an diesem Donnerstag, denn auch die Langstreckler waren wieder im Wasser. In der JEM Wertung über 1500 m Freistil schwamm Levin Peschlow (2004) in 15:18,84 zu Silber. Magnus Danz (2004) war in dieser Wertungsklasse ebenfalls dabei und erreichte in 15:57,94 einen guten Platz 7. In der offenen Wertung holte sich Sven Schwarz (2002) mit einem deutlichen Vorsprung von fast 16 Sekunden in 14:52,63 die Goldmedaille ab. Die Zeit von Levin reichte in der offenen Wertung für einen sehr guten Platz 4. Markus Kriks (2002) schwamm in 15:48,13 auf Platz 11 und Magnus kam mit seiner Zeit in der offenen Wertung auf Platz 17 in einem Teilnehmerfeld von 25 Startern.

Der Freitag begann mit einer Vielseitigkeitsstrecke. Die 400 m Lagen standen auf dem Programm. In der EYOF-Wertung holte sich Carlotta Ingenerf (2006) an diesem Vormittag die Bronzemedaille über diese Strecke in 5:05,34. Zusammen mit Malin Grosse (2002) hatte sie sich auch für das B-Finale am Nachmittag qualifiziert. Malin beendete das Rennen in 4:52,96 auf Platz 10 und Carlotta verbesserte ihre Vorlaufzeit auf 4:55,88 und erreichte Platz 12. Nachdem sich Angelina am Donnerstag über 200 m Schmetterling warm geschwommen hatte folgte dann am Freitag der Sprint über die 50 m Distanz. In 0:26,68 schwamm sie die zweitschnellste Vorlaufzeit und zog sicher ins Finale ein. Hier stand der Fokus aber auf Sieg und Angelina schwamm in 0:26,45 mit 15 Hunderstel Vorsprung zur Goldmedaille. Ebenfalls in diesem Finale dabei war Sára Safrankò. Ihre Endzeit von 0:28,28 bedeutete Platz 8. Beendet wurde der Freitag mit einer weiteren Goldmedaille von Sven Schwarz. Auf der deutlich kürzeren Strecke, den 200 m Freistil, konnte er seine Vorlaufzeit nochmal steigern und schlug in 1:48,03 deutlich als Sieger des Rennens an.

Tag 3 der DKM brachte erneut Medaillen auf einer Sprintstrecke. Die 50 m Brust standen auf dem Programm. Hier war mit Nicole Heidemann (1982) eine routinierte Masterschwimmerin am Start, die den jüngeren Sportlerinnen einiges entgegenzusetzen hatte. Mit der drittschnellsten Zeit von 0:31,52 zog sie ins Finale ein und blieb auch dieses Mal vorne dran. Mit ihrer Endzeit von 0:31,16 konnte sie sich erneut verbessern und holte sich eine hochverdiente Bronzemedaille ab. Davon sollte es noch drei weitere an diesem Samstag geben. Carlotta Ingenerf holte sich in neuer Bestzeit von 2:23,87 erneut in der EYOF Wertung die erste dieser Bronzemedaillen ab. Danach war Angelina Köhler über 50 m Freistil am Start. Platz 4 war das Ergebnis aus dem Vorlauf. Doch damit gab sich Angelina nicht zufrieden und verbesserte sich in 0:25,08 auf Platz 3. Mit den 800 m Freistil stand am Samstag die zweite Langdistanz für die Herren auf dem Programm. Auf dem dritten Treppchenplatz stand Levin Peschlow in der JEM Wertung mit seiner Zeit von 8:02,91. Ebenfalls in dieser Wertungsgruppe dabei war Magnus Danz, der in 8:16,70 auf Platz 6 schwamm. Die Goldmedaille in der offenen Wertung der 800 m Freistil ging mit erneut deutlichem Vorsprung von über 9 Sekunden in 7:47,42 an Sven Schwarz.

Der abschließende Sonntag brachte zwei weitere Medaillen für das LSN Team. Über 100 m Schmetterling schwamm Angelina Köhler am Vormittag in 0:59,10 die beste Vorlaufzeit. Diese Position ließ sie sich auch im Finale nicht streitig machen und schlug in 0:58,30 mit mehr als einer Sekunde Vorsprung souverän als Erste an und holte sich ihre zweite Goldmedaille ab. Ein weiteres Mal im Finale dabei war auch Philipp Brandt, dieses Mal über 200 m Brust. Seine Vorlaufzeit konnte er hier sehr gut verbessern und schwamm in 2.11,87 in fast Bestzeit zur Bronzemedaille auf Platz 3.

Als gute Vorbereitung für den am kommenden Wochenende vom 1. bis 3. Oktober in Berlin stattfindenden FINA World Cup bezeichnete Angelina Köhler im DSV-Interview diese DKM in Wuppertal. Einige DKM-Teilnehmer aus dem LSN werden auch in Berlin wieder am Start sein.

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