Tag 1 der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Drei Goldmedaillen, einmal Silber und zwei Bronzemedaillen, drei brandneue Landesjahrgangsrekorde sowie zwölf Finalteilnahmen waren ein super Auftakt für das Team aus Niedersachsen, an diesem ersten Tag in Berlin.

Gleich früh am Morgen standen die 200 m Schmetterling auf dem Plan und insgesamt 8 niedersächsische Aktive waren hier am Start. Madlen Wendland schwamm in ihrem Jahrgang 2002 mit zwei Sekunden Vorsprung souverän auf Platz 1 und war damit die erste Schwimmerin an diesem Tag, die ein Finalticket buchen konnte. Im Finale blieb ihr die im Vorlauf Zweitplatzierte zwar dicht auf den Fersen, doch Madlen konnte in neuer Bestzeit von 2:19,52 erneut zu Gold schwimmen, während ihre Konkurrentin 40 Hunderstel später anschlug. Benjamin Herfert hatte im Jahrgang 2006 mit Platz 7 aus dem Vorlauf einen Finalplatz erreicht. Am Vormittag hatte er seine bisherige Bestzeit um gute 2 Sekunden auf 2:25,14 verbessert und konnte im Finale nochmal nachlegen. In neuer Bestzeit von 2:23,82 schwamm er hier auf Platz 6. Harte Konkurrenz gab es im Finale von Jule Köhler (2005). Im Vorlauf schlug sie in 0:59,33 noch mit einem satten Vorsprung von 32 Hunderstel vor den nachfolgenden Schwimmerinnen an und holte sich den ersten Platz ab. Doch gleich 5 Mädchen waren mit einer 59ziger Zeit unter der Minutengrenze geblieben und sorgten somit für ein spannendes Finale. Hier reichte eine Zeit von 0:59 dann nicht mehr fürs Treppchen aus. 0:57,90 / 0:58,07 und dann Jule mit verbesserter Zeit von 0:58,71 auf Platz 3 war das Ergebnis aus diesem sehr schnellen Rennen. Ebenfalls aufs Treppchen an diesem Dienstag durfte Katharina Wrede (2002). Im Vorlauf schwamm sie über 100 m Freistil in 0:57,47 auf Platz 3 und war damit eine weitere Finalteilnehmerin im niedersächsischen Team. Im Finale konnte sie sich dann um 52 Hunderstel auf 0:56,95 verbessern und durfte die Bronze-Medaille entgegennehmen. Ebenfalls im Finale des Jahrganges 2002 dabei war Victoria Härtwig. Im Vorlauf finishte sie in 0:59,42 auf Platz 9. Ihre Schwimmkameradin Malin Grosse hatte hier in 0:58,60 Platz 7 erreicht. Malin entschied sich aber auf die 100 m Freistil zugunsten des 100 m Brustfinales zu verzichten und Victoria hatte die Chance im Finale dabei zu sein. Mit neuer Bestzeit von 0:59,00 schlug sie hier auf Platz 8 an. Im Jahrgang 2003 hatte Greta Marlene Kolbeck das Finale über 100 m Freistil in 0:58,46 mit Platz 6 erreicht. Im Finale schwamm sie dann in 0:58,50 auf Platz 7.

Für die größte Überraschung sorgte an diesem Tag allerdings Daniel Olenberg (2007). Im Vorlauf über 100 m Freistil musste er sich in 1:01,74 noch mit Platz 2 begnügen. Hier hatte er sich schon um 86 Hunderstel verbessert, doch im Finale konnte er nochmal Reserven motivieren. Zwar wartete auch der vorher Erstplatzierte mit neuer Bestzeit auf, doch der erst zwölfjährige Daniel behielt die Nerven und schlug nach 1:00,30 mit sensationeller Bestzeit auf dem Goldrang an. Daniel stellte mit dieser tollen Leistung auch den schon acht Jahre alten Landesjahrgangsrekord von 1:00,54 ein. Den hatte Tom Reuther im Jahr 2011 aufgestellt. Der letzte 100 m Freistilfinalist an diesem Tag war Markus Kricks, der als Fünfter im Vorlauf dabei war. Im Finale konnte er nicht ganz an die Leistung vom Vormittag anknüpfen und beendete sein Rennen in 0:53,17 auf Platz 7.

Dass der Verzicht auf die 100m Freistil natürlich die richtige Entscheidung gewesen war, bewies Malin Grosse (2002) im Finale über 100 m Brust. Den Vorlauf hatte sie in 1:11,59 bereits als Siegerin beendet und ließ auch im Finale den anderen Mädchen nur Silber und Bronze übrig. Ihre Siegerzeit lautete dieses Mal 1:11,09. Beim jüngsten in Berlin vertretenen Jahrgang 2007 hatte sich Fabio Berendes einen Finalplatz über 100 m Brust erkämpft. In 1:19,73 konnte er seine bisherige Bestzeit gleich um satte zwei Sekunden verbessern und beendete sein erstes DJM Rennen auf Platz 6. Im Finale konnte er diesen Platz 6 halten, musste dafür aber nochmal um mehr als eine Sekunde schneller schwimmen und schlug nach 1:18,53 an. Im Jahrgang 2005 war Finn Wendland bereits am Vormittag in Rekordlaune und schwamm im Vorlauf in 1:07,54 neuen Landesjahrgangsrekord. Dafür holte er sich bei der Siegerehrung dann auch die Goldmedaille ab. Im Finale entschieden dann die zweiten 50 m über Gold und Silber. Auf der ersten Bahn lag Finn noch souverän vorne, doch auf der zweiten Bahn kämpfte sich sein Verfolger immer näher ran, um dann hauchdünn vor Finn anzuschlagen. 1:07,12 lautete die Zeit für Platz 1 und Silber ging an Finn in 1:07,17. Mit dieser Zeit konnte Finn aber seinen erst am Vormittag aufgestellten Rekord erneut verbessern.

Wir gratulieren allen Aktiven in Berlin zu ihren tollen Leistungen und wünschen viel Erfolg für Tag 2.

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