Spannende Finalläufe bei den Landesmeisterschaften in Braunschweig

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Mit 2683 Einzelstarts und 67 Staffeln von 90 niedersächsischen Vereinen waren dies die ersten Meisterschaften die, fast wieder, das Niveau von vor zwei Jahren hatten. Durch die gelockerten Corona-Regelungen gab es erstmals wieder Zuschauer in der Halle und so waren deutlich mehr Schwimminteressierte am Beckenrand. Dazu kamen viele junge ukrainische Schwimmer und Schwimmerinnen, die für ihre neuen Vereine erstmals bei einer LM am Start waren.

Los ging es mit den lang vermissten Staffeln. Gleich 10 Teams hatten sich für die 4 x 100 m Freistil mixed angemeldet. Der Sieg ging an die Mannschaft des VfL Osnabrück in 3:52,56 gefolgt von der TWG 1861 Göttingen in 3:55,65 und der SGS Hannover in 3:59,96.

Am Ende des Vormittagsabschnittes fanden dann bereits die ersten Finals statt. Bei den Damen konnte sich über 100 m Freistil Alena Gemici (2006) in 0:58,36 durchsetzen. Knapp dahinter schlug Lilly-Fay Wallbaum (2006) in 0:58,73 auf dem Silberrang an und Bronze ging an Sara Tillmann (1996), die ebenfalls noch unter der Marke von einer Minute blieb und in 0:59,50 anschlug.

Die 100 m Freistil der Herren glänzten mit ihrer internationalen Erfahrung. Souverän schwamm hier Poul Zellmann (1995) in 0:51,39 zum Sieg. Etwas enger wurde es dann beim Kampf um Platz 2 und 3. Hier konnte Sven Schwarz (2002) in 0:52,12 den schnelleren Anschlug verbuchen und siegte vor Alaa Maso (2000), der in 0:52,44 sein Rennen beendete. Mit Markus Kricks (2002 / 0:52,56) und Kevin Honstein (2003 / 0:52,86) blieben gleich noch zwei weitere Schwimmer unter der Marke von 53 Sekunden. Die Zuschauer konnten sich hier über ein sehr spannendes Rennen freuen.

Genauso eng lief dann auch das nächste Finale über 50 m Rücken ab, hier schenkten sich die Damen keinen Zentimeter und gleich sieben Finalistinnen blieben unter 32 Sekunden. Die Finger zuerst an der Anschlagmatte hatte Jette Hädicke (2007) in 0:31,39. Obwohl kurz davor erst über 100 m Freistil am Start, war Alena Gemici auch hier nicht zu bremsen und schlug zeitgleich mit Katja Sichwardt (2005) in 0:31,47 auf dem Silberrang an.

Ähnlich spannend verlief auch das Rennen der Herren. Niklas Brandes (2002) konnte die 50 m Rücken in 0:28,17 für sich entscheiden. Leon Maximilian Reinke (2004) gewann in 0:28,46 Silber und Bronze ging an Lukas Spuling der nach 0:28,72 anschlug.

Den Samstagnachmittag läuteten wieder die Staffeln ein. Dieses Mal standen 4 x 100 m Lagen auf dem Programm. Diesen Sieg holte sich bei den Damen erneut der VfL Osnabrück in 4:32,33, gefolgt von W98 Hannover in 4:33,08 und dem Team des TSV Pattensen in 4:39,63. Bei den Herren ging der Sieg ungefährdet und mit deutlichem Vorsprung an das Team von W98 Hannover die bereits nach 4:03,89 diesen Lauf beendeten. Auf Platz 2 folgte das Team der TWG 1861 Göttingen in 4:11,00 und Bronze holte sich die SGS Hannover in 4:16,15.

Zum Ende des Samstagnachmittages standen dann erneut Finals auf dem Plan. Los ging es mit den 50 m Brust. Eigentlich eher im Mastersbereich am Start zeigte Nicole Heidemann (1982) den jüngeren Schwimmerinnen, dass mit ihr jederzeit gerechnet werden muss. Sie beherrschte diesen Sprint in 0:33,04 deutlich vor ihren Konkurrentinnen. Sara Tillmann (1996) schlug nach 0:33,35 an und die jüngste Finalteilnehmerin in diesem Rennen, Ina Gering (2008) holte sich Bronze in 0:33,59.

Bei den Herren siegte der Favorit Philipp Brandt (1999) in einem spannenden Rennen in 0:28,21 vor Noel de Geus (2000) der nach 0:28,25 finishte. Bronze ging hier an Jonas Schwertheim (2000) in 0:29,55.

Das letzte Finale an diesem Samstag waren die 100 m Schmetterling. Souverän ging hier Gold an Madlen Wendland (2002) die deutlich in 1:04,10 vor ihren Verfolgerinnnen Katja Sichwardt (2005 / 1:06,31) und Lea Sophie Baechler (2007 / 1:07,51) anschlug.

Bei den Herren musste man schon unter einer Minute bleiben um einen begehrten Treppchenplatz zu bekommen. Jona Finn Sue (2003) war hier in 0:57,37 ebenfalls deutlich vorne. Gefolgt von Maksym Trokhanchuk (2004), einem jungen ukrainischen Schwimmer der nach 0:59,04 anschlug und Domink Abdou (2004) der in 0:50,95 ebenfalls unter einer Minute blieb.

Der Sonntagmorgen begann erneut mit einer Mixedstaffel, dieses Mal die 4 x 100 m Lagen. Hatte man am Samstag noch das Gefühl gehabt, dass sich die Zuschauer noch nicht so wirklich trauten wieder lautstark anzufeuern, war es dieses Mal ganz anders. Lautstark wurden die Teams unterstützt. Der Sieg ging an den Wardenburger SC in 4:22,84, Silber holte sich die TWG Göttingen in 4:24,35 und die Bronzemedaillen holte sich erneut die Mannschaft der SGS Hannover nach 4:25,46 ab.

Kein Abschnitt kommt ohne Finale aus und dieses Mal waren es die 50 m Freistil. Die Besetzung auf dem Siegerpodest blieb wie bei den 100 m Freistil, nur Platz 2 und 3 hatten getauscht. Der Sieg ging erneut an Alena Gemici. Im Vorlauf war sie in 0:27,16 schon die Zeitschnellste gewesen, doch im Finale legte sie nochmal richtig zu und siegte in 0:26,97 deutlich vor Sara Tillmann die nach 0:27,34 anschlug und Lilly-Fay Wallbaum die in 0:27,39 nur einen Wimpernschlag dahinter lag.

Souverän gewann auch Alaa Maso (2000) sein 50 m Freistilfinale. In 0:23,53 blieb er deutlich vor Noel de Geus (0:24,29) und Kevin Honstein (0:24,44).

100 m Rücken war das letzte Finale am Sonntagvormittag und erneut dabei war Alena Gemici. Sie freute sich sehr über einen weiteren Sieg in tollen 1:06,24. Silber ging hier an eine junge Ukrainerin, Nadiia Bilovenko (2007) die nach 1:07,51 anschlug. Bronze holte sich Jette Hädicke (2007) in 1:09,25 ab. Nach dem 50 m Rückenfinale war Niklas Brandes auch auf der doppelten Distanz erfolgreich und holte sich Gold in 1:00,60. Silber ging hier an Dominik Abdou (2004) in 1:00,97 vor seinem Teamkameraden Leon Maximilian Reinke (2004) der nach 1:02,34 anschlug.

Die letzten Finals dieser Landesmeisterschaft begannen mit den 100 m Brust der Damen. Hier schenkten sich Gold und Silber keinen Millimeter, doch erneut konnte sich Nicole Heidemann in 1:12,95 durchsetzen. Silber ging an Victoria Suchantke (2000) in 1:12,98 und Bronze an Carlotta Ingenerf (2006) in 1:15,39. Unverändert war dann das Bild bei der Siegerehrung über 100 m Brust der Herren. Auf Platz 1 stand Philipp Brandt nach 1:01,14. Silber ging an Noel de Geus in 1:03,47 und Bronze an Jonas Schwertheim in 1:05,43.

Beim letzten Finale über 50 m Schmetterling waren nochmal die Zielrichter gefordert, denn gleich sieben Finalistinnen schwammen eine 29 vor dem Komma. Gold holte sich Insa Heins (2005) in 0:29,21, Silber Katja Sichwardt (2005) in 0:29,37 und Bronze Marit Rieckmann (2004) in 0:29,69. Alaa Maso (2000) konnte mit den 50 m Schmetterling in 0:25,54 einen weiteren Sprintsieg für sich verbuchen. Silber ging hier an Jona Finn Sue (2003) in 0:25,67 und Bronze an Christopher Weidner (2005) in 0:25,71.

Wir bedanken uns beim Team der SSG Braunschweig für eine schöne Veranstaltung. Ein herzlicher Dank geht auch an alle Kampfrichter, die an diesem Wochenende im Einsatz waren.

Eine Übersicht aller Mediallengewinner bei den Landesmeisterschaften 2022 kann in der Anlage eingesehen werden.

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