Platz neun bei der U20-WM – acht LSN-Wasserballer in Prag

Erstellt von Wolfgang Philipps | | Berichte/News/Termine

Deutschlands beste Nachwuchswasserballer haben bei den U20-Weltmeisterschaften in Prag (Tschechische Republik) einen neunten Platz belegt. Beim Konzert der weltbesten Nachwuchsteams kamen gleich sechs Spieler der beiden niedersächsischen Topvereine Waspo 98 Hannover und White Sharks Hannover zum Einsatz, so dass die jüngsten Bemühungen am Stützpunkt mit einem weiteren internationalen Großereignis belohnt wurden. Zuletzt war 2007 in Los Alamitos und Long Beach (US-Bundestaats Kalifornien) eine deutsche Mannschaft qualifiziert gewesen.

 

Mit Felix Benke, Maximilian Froreich, Jan Rotermund, Niclas Schipper (alle Waspo 98 Hannover) sowie Steffen Hülshoff und Finn Rotermund (jeweils White Sharks Hannover) standen bei dem 18-Nationen-Turnier gleich sechs Akteure des Landesschwimmverbandes Niedersachsen (LSN) im 13-köpfigen deutschen Aufgebot und absolvierten alle Spiele. Zudem waren bei dem DSV-Comeback in Prag Henry Bock und Philip Portisch (ebenfalls White Sharks) als Spieler 14 und 15 nominiert worden, die bei Coronafällen vor Ort als Nachrücker zum Einsatz gekommen wären.

 

In den Vorrundenspielen der Gruppe C gab es für die DSV-Auswahl nach Siegen gegen Ägypten (14:4) und Brasilien (14:5) sowie einer 5:12-Niederlage gegen Ungarn den erhofften zweiten Platz. Der erhoffte Sprung unter die besten Acht blieb der deutschen Mannschaft allerdings nach einer unglücklichen 8:10-Niederlage in den Überkreuzduellen gegen den späteren WM-Siebten USA allerdings versagt. Allerdings konnte sich die DSV-Auswahl in den Platzierungsspielen mit einem 8:7-Erfolg gegen Russland und einem 16:6-Sieg gegen Brasilien im finalen Duell um Platz neun revanchieren. Zwei LSN-Akteure konnten zudem individuelle Ehrungen mit nach Hause nehmen: Als „Player of the Match“ wurden von der FINA Schlussmann Felix-Benke (in de Partie gegen Brasilien) und Linkshänder Niclas Schipper (gegen Russland) geehrt.

 

Die Veranstaltung war ursprünglich nach Buenos Aires (Argentinien) vergeben worden, allerdings hatte sich der Weltschwimmverband FINA angesichts der hohen Coronazahlen vor Ort bereits im Sommer einen anderen Ausrichter gesucht. Auch Zuschauer waren in dem direkt am Moldau-Ufer gelegenen Podoli-Schwimmstadion unter Auflagen zugelassen. Nicht alltäglich: Gespielt wurde auf der traditionsreichen Anlage im Sprungbecken, was analog zu einem Boxwettkampf für ein Arenaambiente sorgte.

 

Damit konnten die DSV-Spieler trotz der zumeist erheblichen Corona-Auflagen (auch in Prag war für die Teams vor Ort eine „Blase“ eingerichtet worden) doch noch einen ereignisreichen Sommer erleben. Die Waspo98-Akteure hatten sich vor den Sommerferien mit ihrem Vereinsteam zudem für das Final Eight der Champions League in Belgrad (Serbien) qualifiziert und im dortigen Duell der weltbesten Vereinsteams überraschend den sechsten Platz belegt. 2020 waren sämtliche internationalen Wasserballwettbewerbe noch abgebrochen oder abgesagt worden, darunter auch die U19-Europameisterschaften in Volos (Griechenland).

 

Zurück