LSN-VorOrt zum zweiten Mal in Lastrup

Erstellt von Dennis Yaghobi | | Startseite

Gut zweieinhalb Jahre sind seit dem ersten Besuch beim Lastruper SV vergangen. Es wurde Zeit sich mal anzugucken, was sich bisher in dem idyllischen Örtchen im Oldenburger Münsterland getan hat.

Ein 16 2/3-Becken, ohne Startblöcke, schlechten Wendemöglichkeiten und sehr geringe Wasserzeiten wären für so manchen Verein Grund genug sich auf das Nötigste zu beschränken oder komplett den Wettkampfbetrieb einzustellen. 

Ganz anders läuft es da in Lastrup. Mit dem derzeitigen, sehr engagierten, 1. Vorsitzenden Christian Henke, ist man auch nach der Schwimmausbildung weiterhin sehr ambitioniert. Die Gruppen sind gut gefüllt, nicht nur mit Aktiven, sondern auch mit vielen Trainern. Dies ist natürlich nicht über Nacht passiert, sondern vielmehr ein Resultat der vielen Gespräche, Aktionen und auch allgemeinen positiven Entwicklung des Vereins der vergangenen Jahre.

Vor meinem Besuch sprachen wir uns darüber ab, was wir den Aktiven und den motivierten Trainern vermitteln wollen. 

Ganz oben auf der Liste stand hier das Schnelligkeitstraining. Hier stellte ich viele verschiedene Möglichkeiten, Hilfsmittel, Methoden und auch Varianten anhand der Aktiven vor. Da kam das Wasser ordentlich in Bewegung als die Lastruper Kinder und Jugendlichen richtig Vollgas schwammen, egal ob als Wendensprints, Anschlag-, oder Starttraining verpackt. 

Ebenso auf dem Plan stand das Delfin-Techniktraining. Nachdem ich beim Einschwimmen, die Gruppenfehler grob analysiert hatte, entschloss ich mich mit den Kids, vor Allem am Delfin-Beinschlag, der Wellenbewegung und der Endphase der Hände unter Wasser, zu arbeiten. Wichtig für den dauerhaften Übertrag ist, dass man innerhalb der Trainerschaft beginnt, sich über ein einheitliches Übungsrepertoire klar zu werden und hierfür eine Sprache zu entwickeln.

Weiterhin stand die Frage im Raum, wie man in einem Bad ohne Startblöcke, zudem mit einer geringen Wassertiefe den Startsprung Erlernen und Üben kann. Hierbei stellte ich das Absprung-Timing und die Arm-/Handpositionierung bei unterschiedlichen Fußstellungen in den Vordergrund. Alles Weitere kann dann leider wirklich nur beim Einschwimmen des Wettkampfes „angepasst“ werden. Dies ist aber nichts Unübliches, da die meisten Startblöcke doch in ihrer Höhe, Breite, Beschaffenheit, mit oder ohne Stufe, mit oder ohne Neigung sehr unterscheiden und sich somit nahezu jeder Aktive umstellen muss.

Einige Zeit verbrachten wir mit dem Korrigieren der Wasserlage, über die Kopf-/Hüftsteuerung aber auch über das Bewusst werden der Arm- und Beinbewegung. Am intensivsten wurde hier das Rückenschwimmen bearbeitet.

Alle Trainer waren total bei der Sache und korrigierten ihre Schützlinge zutreffend und aufmerksam, was natürlich das Verinnerlichen der Übungsreihen deutlich beschleunigen dürfte.

Dieses Interesse hielt auch in der Theorieeinheit an, wo viele Frage gestellt wurden, nicht nur zu dem Gesehenen, sondern auch zu weiteren Punkten. Die meisten Antworten konnten, anhand der Ausrichtung des Vereins, nämlich breitensportlicher Wettkampfsport für Jung und Alt, zufriedenstellend ausgerichtet werden.

Es bleibt spannend zu sehen, wie sich der Verein weiterentwickelt. Ich bin davon überzeugt, dass die jetzige Konstellation vielversprechend für die Zukunft ist und wenn weiterhin die Jugendlichen Interesse am Mitwirken im Verein haben, wird sich vor Allem sportlich sehr viel Positives ergeben.

Ich wünsche den Lastrupern weiterhin viel Erfolg. Ihr schon viel erreicht, aber es gibt noch mehr zu tun, deshalb bleibt so schön am Ball, wie in den letzten zwei-ein-halb Jahren!

 

Mit sportlichem Gruß

 

Dennis Yaghobi

(LSN-Vereinsservice)

 

 

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