Landesmeisterschaften Kurzbahn

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Die diesjährigen Herbstferien endeten für die niedersächsischen Schwimmer*innen mit einem sportlichen Highlight. Der Landesschwimmverband Niedersachsen hatte zu den Meisterschaften auf der Kurzbahn Im Stadionbad Hannover eingeladen. 76 Vereine hatten insgesamt 1927 Einzel- und 72 Staffelmeldungen abgegeben.

Die erste Staffel des Wochenendes konnte die Mannschaft von W98 Hannover in 1:41,33 für sich entscheiden. Mikael Guliyev, Markus Kriks, Victoria Suchantke und Nadiia Bilovenko waren über 4 x 50 m Freistil mixed erfolgreich. Auf Platz 2 folgte das Team des Vfl Osnabrück in 1:42,00 und Platz 3 ging dann schon mit leichtem Abstand an die SSG Braunschweig in 1:44,15. Am Ende des ersten Abschnitts gab es zwei sehr enge 100 m Freistilfinals. Hauchdünn waren jeweils die Abstände von Platz 1 zu Platz 3. Bei den Damen ging der Sieg an Sophie Iren Vaks (2003) in 0:57,81. Nur eine Hunderstel später war Valeriia Tuhai (2003) in 0:57,82 am Ziel. Bronze holte sich in diesem Anschlagkrimi Alena Gemici (2006) in 0:57,91. Auch die Herren schonten in ihrem Finale die Zielrichter nicht. Hier hatten die Damen und Herren am Beckenrand erneut keine Chance den Sieger genau zu bestimmen. Martin Wrede (2005) hatte die Fingerspitzen vorne mit 0:50,82. Silber ging an Markus Kriks (2002) mit 0:50,84 und Bronze an Alaa Maso (2000) in 0:50,98. Beim nachfolgenden 50 m Rückenfinale blieben gleich sechs der acht Damen unter 0:31,00. Nadiia Bilovenko (2007) holte sich hier Gold in 0:30,14. Katja Breithaupt (2001) folgte mit 0:30,15 und Bronze ging dann in 0:30,36 an Gretha Grimsehl (2001). Bei den Herren durfte man nur aufs Treppchen, wenn man unter 27 Sekunden blieb und so verteilte sich dann die Gruppe auf die Plätze: Ganz oben stand Tjark Brandt (2005) der bereits nach 0:26,08 angeschlagen hatte. Neben ihm auf Platz 2 Silas Dalig (2003) mit einer Endzeit von 0:26,33 und Bronze ging an Kevin Ehrenpfort (2005) in 0:26,82. Am Ende des Samstages standen dann gleich drei Finalstrecken an: 50 m Brust, 100 m Schmetterling und die 100 m Lagen. Den Anfang machte das Finale über 50 m Brust. Im ersten Abschnitt konnte Nicole Heidemann (1982) über 200 m Brust mit einer Endzeit von 2:32,14 die jungen Schwimmerinnen schon in ihre Grenzen verweisen und hatte vor Victoria Suchantke (2000/2:32,69) Gold gewonnen. Im Finale der Sprintstrecke gab es das nächste Duell. Nicole Heidemann konnte sich in 0:31,65 auch dieses Mal deutlich durchsetzen. Silber ging an Emma Kämpfe (2006) in 0:32,48 und Bronze in 0:32,63 an Victoria Suchantke. Das an Nicole noch kein Weg vorbeiführt zeigte sie dann erneut am Sonntag, beim Finale über 100 m Brust. Ihre Endzeit von 1:09,87 war nicht zu toppen. Silber ging hier an Victoria Suchantke in 1:10,17 und Bronze holte sich ihre Teamkameradin Sara Tillmann (1996) in 1:11,17. Bei den Herren war die Verteilung der Finals über Brust ähnlich. Alle drei Schwimmer kamen hier aus dem Jahrgang 2000. Jonas Schwerthelm hatte In dem sehr engen Finale über 50 m Brust die Hände zuerst an der Matte und schlug mit 0:28,30 vor Nick Näther (0:28,33) und Yannis Hein in 0:28,34 an. Bei den 100 m Brust war der Abstand dann schon ein wenig deutlicher. Jonas benötigte 1:01,68 bis zum Sieg. Silber ging an Finn Wendland (2005) für seine Endzeit von 1:02,47 und Dr. Jan Fährmann (1993) schwamm in 1:02,91 zur Bronzemedaille. Bei den Finals über 100 m Lagen waren die Zweiten der Brustfinals dieses Mal ganz oben auf dem Treppchen. In 1:04,77 zeigte Victoria Suchantke (2000) ihre Vielseitigkeit, genauso wie Finn Wendland (2005) der hier in 0:56,64 ebenfalls Gold holte. Im Finale über 50 m Freistil zeigten die Damen den LSN Verantwortlichen das doch nicht alles planbar ist. Gleich vier Damen nahmen hier ihre Plätze auf dem Siegerpodest ein. In einem erneut sehr engen Rennen schwamm Valeriia Tuhai in 0:26,48 auf Platz 1. Nur hauchdünn dahinter war bereits Sophie Iren Vaks in 0:26,54 am Zielanschlag. Mit 0:26,64 schwammen danach Alena Gemici (2006) und Neri Lemke (2009) auf den Bronzerang. Der Jahrgang 2009 hat zwar erst in zwei Wochen seine Landesjahrgangsmeisterschaften, doch Neri war bereits an diesem Wochenende, in der offenen Wertung und auch in den Finals, bei den deutlich älteren Schwimmerinnen, sehr erfolgreich unterwegs. Die nächste Überraschung gab es dann gleich im anschließenden Finale über 100 m Rücken. Während Nadiia Bilovenko (2007) in 1:04,42 problemlos zum goldenen Pokal schwamm war die nachfolgende Verteilung wieder etwas Besonderes. Gleich zweimal Silber war hier erforderlich, nachdem Jette Hädicke (2007) und Katja Sichwardt (2005) zeitgleich in 1:05,72 anschlugen. Bei den Herren lief das Finale dann wieder in gewohnten Bahnen. Gold ging an Tjark Brandt (2005) in 0:56,69, Silas Dalig (2003) stand auf Platz 2 in 0:57,11 und Niklas Brandes (2002) auf Platz 3 in 0:57,73.

In der Mittagspause nutzte Holger Timmermann (Fachausschussvorsitzender Schwimmen im LSN) die Gelegenheit gleich fünf Schwimmer für ihre Landesrekorde bzw. Landesjahrgangsrekorde auszuzeichnen: Sven Schwarz, Markus Kriks, Martin Wrede, Daniel Olenberg und Leonard von Hunnius.

Im vierten Veranstaltungsabschnitt nutzten diese Drei dann auch gleich eindrucksvoll die Chance zu zeigen, warum sie kurz zuvor noch geehrt wurden. Über 200 m Freistil schwammen sie in genau dieser Reihenfolge zu den Medaillen in der offenen Wertung. Mit einer bewundernswerten Leichtigkeit schien Sven über 200 m Freistil einfach zum Sieg zu gleiten. 1:48,53 lautete seine Endzeit für die Goldmedaille. Dahinter war sein Teamkollege Markus Kricks (2002) in 1:51,84 erfolgreich, gefolgt von Martin Wrede (2005) der sich in 1:52,37 vor dem Verfolgerfeld durchsetzen konnte.

Die Sprintstrecke über 50 m Schmetterling war das letzte Finale der Veranstaltung. Ein weiteres Mal erfolgreich war hier Valeriia Tuhai (2003) in 0:28,40. Katja Breithaupt (2001) gewann hier Silber in 0:28,60 und knapp dahinter Katja Sichwardt (2005) in 0:28,75.

Noch vor ein paar Wochen hatte Nikita Schewz (2003) eigentlich mit dem Schwimmen schon klängst abgeschlossen, doch bei den Bezirksmeisterschaften in Hannover war er zu Besuch und hatte sich dann überlegt, es doch noch mal zu versuchen. Mit vielen tollen Leistungen hatte er die Trainer bei dieser Veranstaltung schon überzeugt und im letzten Finale zeigte er dann nochmal das er noch nichts verlernt hat. Über 50 m Schmetterling schwamm er in 0:24,73 zum Sieg und verwies Alaa Maso (2000) der nach 0:24,85 anschlug und Jona Finn Sue (2003 / 0:25,07) auf die Plätze 2 und 3.

Alle weiteren Medaillengewinner können der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Aufgrund der vielen guten Leistungen ist es nicht möglich alle einzeln zu erwähnen.

Zwei Tage mit spannenden Wettkämpfen waren nur möglich mit einem gut funktionierenden Kampfrichterteam. Vielen Dank für Euren Einsatz an diesem Wochenende.

Wir bedanken uns ebenfalls beim sehr engagierten Team von Hannover 96 für die Ausrichtung dieser Landesmeisterschaft auf der Kurzbahn im Stadionbad in Hannover.

Unter folgendem Link findet ihr die Fotos die uns vom Fotografen Patrick Wallbaum zur Verfügung gestellt wurden: https://www.amazon.de/photos/share/Wb0S6TJ6rAj97h9yLfkU4iqctHkwH30OPrsyVhIawkp

Vielen Dank Patrick :)

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