Landeskurzbahnmeisterschaften mit internationalem Flair

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Ein Hauch vom internationalen Schwimmsport bereicherte am Wochenende die Landeskurzbahnmeisterschaften der älteren Jahrgänge im Stadionbad in Hannover.

Mit Alaa Maso und Poul Zellmann waren gleich zwei Olympiateilnehmer am Start und dazu kamen mit Angelina Köhler und Sven Schwarz noch zwei erfolgreiche Teilnehmer der Kurzbahn EM in Kazan, die erst vor einer Woche zu Ende gegangen war.

Noch vor Wettkampfbeginn nutzte der Fachausschussvorsitzende Holger Timmermann die Gelegenheit Sven Schwarz, Daniel Olenberg, Philipp Brandt (in Abwesenheit), Leonard von Hunnius und Jona Finn Sue für zahlreiche in den letzten Monaten aufgestellte Landes- und Landesjahrgangsrekorde zu ehren.

Doch wie schon bei den Landeskurzbahnmeisterschaften der jüngeren Jahrgänge purzelten auch bei diesem Wettkampf die Landesjahrgangsrekorde und die erste Ehrung war nicht die Einzige an diesem Wochenende.

Wettkampf 8 100 m Schmetterling Lauf 6, auf Bahn 3 ist Leonard von Hunnius (2007) am Start und beendet das Rennen mit einem neuen Landesjahrgangsrekord für 14jährige in 0:59,40. Das dieser Rekord nur wenige Minuten Bestand haben sollte konnte da niemand ahnen. Bereits zwei Läufe später schlug Daniel Olenberg (2007) in 0:59,26 an und hätte diesen Rekord sicherlich gerne für sich beansprucht, aber im gleichen Lauf hatte Tillmann Lau (2007) in 0:58,93 auf der Bahn 1 die Finger zuerst an der Anschlagmatte und steht mit seiner Zeit jetzt neu in der Rekordtabelle.

Den Abschluss des ersten Abschnittes bildeten die Finals über 100 m Freistil und 50 m Rücken. Die 100 m Freistil konnte Angelina Köhler (2000) in 0:55,14 für sich entscheiden, gefolgt von Greta Marlene Kolbeck (2003) in 0:56,27 und Sophie-Iren Vaks (2003) in 0:57,61. Für ein Ausrufezeichen sorgte in diesem Finale die jüngste Schwimmerin Hanna Lemmermann (2008) die in 0:59,07 auf Platz 6 anschlug. Sehr eng beieinander lagen die Herren. In 0:50,48 entschied Mikael Guliyev dieses Finale für sich. Silber holte sich Alaa Maso (2000) in 0:50,81 und Bronze ging an Martin Wrede (2005) in 0:50,86, der hauchdünn vor dem Langstreckenspezialisten Sven Schwarz (2002, 0:50,88) angeschlagen hatte. Auch im zweiten Finale war Angelina Köhler am Start und holte sich hier in 0:29,24 den zweiten Goldpokal ab. Katharina Wrede (2002) gewann Silber in 0:29.83 und Bronze ging hier an Inga Fehlhaber (2003) in 0:30,25. Bei den Herren schwamm Silas Dalig (2003) in 0:26,75 zum Sieg, vor seinem Teamkameraden Niklas Brandes (2002) in 0:26,95 und Leon Maximilian Reinke (2004) in 0:27,05.

Neuer Abschnitt und neuer Rekord. Dieses Mal im Jahrgang 2005. Hier konnte Finn Wendland einen neuen Landesjahrgangsrekord für 16-jährige über 100 m Lagen aufstellen, als er nach 0:57,08 sein Rennen beendete.  

Den Abschluss des ersten Veranstaltungstages bildeten die Finals über 50 Brust, 100 Schmetterling und 100 Lagen. Bei den 50 m Brust der Damen war es ein Glück, dass die Elektronik das Auge unterstützt, denn sonst hätte man nicht gewusst wer hier die Finger zuerst an der Anschlagmatte hatte. Der Sieg ging an die jüngste Teilnehmerin in diesem Rennen. Ina Gering (2008) hatte bereits bei den DJM in Berlin auf sich aufmerksam gemacht und holte sich hier in 0:33,47 den Sieg. Platz 2 ging an Victoria Suchantke (2000) die nur einen winzigen Augenblick später da war und in 0:33,48 anschlug, gefolgt von Sara Tillmann (1996) die für diese Strecke 0:33,52 benötigte. Bei den Herren ging Gold an den Brustspezialisten Ruben Reck (1996) in 0:28,24, gefolgt von Yannis Hein (2000) in 0:28,27 und Christoph Weidner (2005) der mit seiner Bronzezeit von 0:28,64 auch gleich noch einen neuen Landesjahrgangsrekord schwamm. Die 100 Schmetterling entschied Malin Grosse (2002) in 1:02,94 dann souverän für sich, gefolgt von Greta Marlene Kolbeck (2003) in 1:03,31 und Katja Sichwardt (2005) in 1:05,65. Bei den Herren ging der Sieg ebenfalls ungefährdet an Jona Finn Sue (2003) in 0:55,19, gefolgt von Alaa Maso (2000) in 0:56,01 und Dominik Abdou (2004) in 0:57,42. Keine Zeit zum Abtrocknen blieb Malin Grosse und Greta Marlene Kolbeck, denn Beide standen auch im 100 m Lagenfinale wieder am Start. Mit deutlichem Vorsprung schwamm Malin zum zweiten Gold in 1:04,93, erneut gefolgt von Greta in 1:06,31 und ihrer Teamkameradin Inga Fehlhaber (2003) in 1:06,60. Bei den Herren hatte auch Ruben Reck, über diese Strecke, den zweiten Finalstart innerhalb kurzer Zeit und schwamm in 0:56,22 zu Gold. Silber ging an Finn Wendland (2005) in 0:57,41 und Bronze sicherte sich Christopher Weidner (2005) in 0:58,91.

Tag 2 in Hannover begann mit der Sprintstrecke 50 m Freistil und einem weiteren Landesjahrgangsrekord für 16-jährige. Dieses Mal war Martin Wrede (2005) in 0:23,04 erfolgreich. Nach der langen Coronapause und den vielen abgesagten Kurzbahnwettkämpfen waren sie jetzt einfach mal fällig, die neuen Landesjahrgangsrekorde, denn es ging munter weiter. Den nächsten Rekord stellte Daniel Olenberg am Sonntagmorgen über 100 m Rücken in 0:56,91 im Jahrgang 2007 auf. Damit so ein Rückenrekord nicht ganz alleine im Protokoll steht verbesserte Alexander Volkov den Rekord im Jahrgang 2006 ebenfalls und setzte ihn bei 0:57,41 neu fest. Kurz vor Ende des 3. Abschnittes und den Finals ließ es sich Finn Wendland (2005) nicht nehmen, noch einen weiteren Rekord zu schwimmen. In sehr schneller Landesjahrgangsrekordzeit von 1:02,71 beendete er sein Rennen über 100 m Brust.

Das erste Finale vor der Mittagspause waren die 50 m Freistil. Völlig ungefährdet schwamm Angelina Köhler hier in 0:24,96 zum Sieg. Platz 2 ging an Sophie-Iren Vaks in 0:26,51 und Bronze sicherte sich Greta Marlene Kolbeck in 0:26,54 ganz knapp dahinter. Erneut sehr eng wurde es bei den Herren. Gold ging an Ruben Reck in einer tollen Zeit von 0:22,99. Silber dann an Mikael Guliyev in 0:23,03 gefolgt von Alaa Maso der in 0:23,18 hauchdünn vor Martin Wrede in 0:23,19 anschlug. Wenden wie aus einem Lehrfilm, mit tollen Unterwasserphasen, präsentierte dem Publikum dann Angelina Köhler bei ihrem Sieg im 100 m Rückenfinale. In 1:03,88 schlug sie deutlich vor den nachfolgenden Schwimmerinnen Lisa Marie Didzun (2007) in 1:06,03 und Inga Fehlhaber (2003) in 1:06,22 an. Bei den Herren blieben gleich drei Schwimmer unter der Marke von 58 Sekunden. Tjark Brandt (2005) holte sich in 0:57,37 den Sieg, Silas Dalig folgte in 0:57,75 und Bronze ging an Alexander Volkov in 0:57,93.

Der letzte Finalabschnitt begann erneut mit einer Sprintstrecke und einem weiteren Landesjahrgangsrekord bei den sehr schnellen Schwimmern des Jahrgangs 2005. Christopher Weidner schwamm hier Landesjahrgangsrekord in 0:25,13.  Zum Ende des Abschnittes konnte sich dann Malin Grosse im Finale über 100 m Brust ein weiteres Mal ungefährdet den Titel holen und schwamm in 1:08,43 zum Sieg. Silber ging an Victoria Suchantke in 1:11,48 und Bronze sicherte sich Carlotta Ingenerf in 1:12,74. Sehr spannend war das Herrenfinale über diese Strecke, wo um jeden Zentimeter gekämpft wurde. Gold ging dann an Yannis Hein (2000) in 1:01,27 vor Ruben Reck (1996) in 1:01,32. Den letzten Landesjahrgangsrekord dieser Veranstaltung schwamm der Drittplatzierte Finn Wendland in 1:02,42. Sein erst am Vormittag aufgestellter Rekord, über diese Strecke, hatte somit keine Chance länger in der Rekordliste bestehen zu bleiben.

Das letzte Finale dieser Veranstaltung war dann nochmal richtig schnell. Über 50 m Schmetterling siegte bei den Damen Greta Marlene Kolbeck in 0:29,23 vor Inga Fehlhaber in 0:29,28 und Marit Reckmann in 0:29,45. Alle acht Teilnehmerinnen des Finales blieben unter der magischen Grenze von 30 Sekunden. Bei den Herren ging der letzte Finalsieg an Jona Finn Sue in 0:24,82 vor Alaa Maso in 0:25,35 und Paul Knabel (1989) auf dem Bronzerang in 0:25,58.

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