Landesjahrgangsmeisterschaften Kurzbahn 2022

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Am Rande der LSN Kurzbahnmeisterschaften im Stadionbad Hannover gab es die Möglichkeit für ein ganz kleines Interview:

LSN: „Welche Veranstaltung hat Dir besser gefallen, die Landeskurzbahnmeisterschaften offen oder die von diesem Wochenende, mit den jüngeren Jahrgängen?“

Neri Lemke (SGS Hannover): „Man kann das kaum vergleichen, weil die Atmosphäre jeweils anders ist. Bei den Jahrgangsmeisterschaften kenne ich viel mehr Schwimmer. Es war aber sehr cool bei den Großen dabei gewesen zu sein.“

LSN: „Gibt es große Unterschiede zum Wettkampf der älteren Schwimmer?“

Neri: „Die vielen Kleinen hier sind sehr aufgeregt am Start und dadurch ist alles so wuselig. Die älteren Schwimmer waren da richtig gelassen.“

LSN: „Warum warst Du schon bei den offenen Landesmeisterschaften am Start?“

Neri: „Der Qualifikationszeitraum für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften endete bereits vor den jetzigen Landesjahrgangs, deswegen waren Jule Fellmann (SV Burgwedel / Anm. LSN) und ich schon Ende Oktober mit dabei.“

LSN: „Danke das Du dir kurz Zeit genommen hast. Wir wünschen Jule und Dir viel Erfolg in Wuppertal.“

Neri Lemke war bei den offenen Landesmeisterschaften auf der Kurzbahn im Finale über 50 m Freistil dabei und gewann in 0:26,64 Bronze. Bei den Landesjahrgangsmeisterschaften war sie am Sonntag über diese Strecke nicht am Start, sondern unterstützte nur ihre Mannschaftsstaffel über 4 x 50 m Lagen. Hier konnte sie mit einem beeindruckenden Sprint auf den letzten 50 m Freistil und einer Zeit von 0:25,93 zum Sieg ihrer Mannschaft beitragen die nach 2:16,30 anschlug. Knapp dahinter folgte dann das Team vom Celler SC in 2:16,41.

Für die Landesjahrgangsmeisterschaften am 12./13. November im Stadionbad Hannover hatten 82 Vereine insgesamt 2263 Einzel- und 34 Staffelmeldungen. Obwohl hier nur vier Jahrgänge am Start waren gab es mehr Meldungen, als bei den offenen Landesmeisterschaften zwei Wochen vorher.  

Die Finals am Ende jeden Abschnittes wurden jahrgangsübergreifend geschwommen und obwohl der Jahrgang 2009 sehr stark vertreten war mischte der Jahrgang 2010 bei der Vergabe der Podiumsplätze ordentlich mit. Das Finale über 100 m Freistil am Samstagmittag konnte Neri Lemke in 0:58,43 souverän für sich entscheiden. Auf Platz 2 folgte Svea Mühe (2010) in 1:01,90 und Tekla Kaminska (2010) in 1:02,10 holte sich den Pokal in Bronze ab. Schon im Vorlauf der 100 m Freistil bei den Herren war klar geworden, dass Jano Schröder (2009) im Finale ebenfalls vorne weg schwimmen wird. So war es dann auch, nach nur 0:54,80 erfolgte bereits sein Zielanschlag gefolgt von Jan Nordmann (2009) der ebenfalls in 0:59,50 noch unter einer Minute blieb und Jarno Köster (2009) der nach 1:00,03 am Zielanschlag war. Das nächste Finale über 50 m Rücken ging an Alessia Krampen (2009). Ihre Siegerzeit betrug 0:31,79. Silber holte sich hier Aileen Pokies (2009) in 0:32,70 und Bronze ging an Alia Oehring (2010) in 0:33,13. Beim Finale der Herren blieben, trotz der natürlich vorhandenen Möglichkeit zur Abmeldung, gleich zwei Bahnen unbesetzt, was schon sehr ärgerlich für Sportler war die dort bestimmt gerne nachgerückt wären. Der Finalsieg ging hier an Elias Hrarti (2009) der auch bereits die schnellste Vorlaufzeit hatte und nun nach 0:31,91 anschlug. Silber holte sich Jenrik Koriath (2010) der sich mit neuer Bestzeit von 0:33,26 und einem sehr guten Schlussspurt vor Jakob Ehgart (2009) durchsetzen konnte (0:33,32).

Der Nachmittag begann mit den Staffeln über 4 x 50 m Freistil Gold ging hier mit sehr gutem Vorsprung an die Damenmannschaft der SGS Hannover in 2:00,80. Silber an die Damen der WSG Wunstorf in 2:03,98 und Bronze holte sich der MTV Bad Gandersheim in 2:04,35. Bei den Herren konnte sich die TWG 1861 Göttingen in 1:57,20 durchsetzen. Gefolgt vom Vfl Osnabrück in 1:59,28 und der SGS Hannover in 2:04,80.

Am Ende des 2. Abschnittes standen gleich drei Finals auf dem Programm. Den Anfang machten die 50 m Brust. Hier gewann erwartungsgemäß Jule Fellmann (2009) mit einem deutlichen Vorsprung in 0:34,28. Auf Platz 2 folgte Kim Kägebein (2009) in 0:36,24 und nur ganz knapp dahinter war Marie Marpert (2009) in 0:36,29 auf dem Bronzerang.

Bei den Herren war das Rennen deutlich enger denn hier hatten gleich alle drei Schwimmer eine 0:34 vor dem Komma. Titus Andre Kossler (2009) konnte sich in 0:34,03 durchsetzen. Ferdinand Resch (2010) war in 0:34,12 und Tom Schade (2009) in 0:34,61 an der Anschlagmatte. Die nachfolgenden Schwimmer hatten eine 0:36 oder 0:37 vor dem Komma. Mit Josephine Müller (2010) hatte Maike Gottenströter (2009) eine hartnäckige Verfolgerin im Finale über 100 m Schmetterling dabei. Maike gewann in 1:10,42 und Silber ging an Josephine in 1:10,93. Bronze erschwamm sich Alia Oehring (2010) in 1:14,14. Als Schmetterlingsspezialist konnte sich bei den Herren Luis Kühn (2009) erwartungsgemäß durchsetzen und holte sich Gold in 1:05,04. Silber ging an Jano Schröder in 1:06,55 und Bronze an Elias Hrarti (2009) in 1:08,26. Im anschließenden Finale über 100 m Lagen waren gleich zwei der kurz zuvor gestarteten Schwimmer erneut erfolgreich. Gold ging dieses Mal an Jano Schröder in 1:06,50, Silber an Titus Andre Kossler, der zuvor schon Gold über Brust gewonnen hatte und jetzt in 1:07,83 sein Rennen beendete. Auf dem Bronzerang war Luis Kühn erneut dabei. Seine Endzeit 1:09,02. Bei den Frauen konnte Maike Gottenströter auch dieses Finale für sich entscheiden. Mit 1:10,26 setzte sie sich vor Alessia Krampen (1:10,98) durch. Der Bronzepokal ging hier ebenfalls an den Jahrgang 2009 an Amelie Gutwinski in 1:11,89.

Das Finale über 50 m Freistil entschied am Sonntagmittag Svea Mühe (2010) in 0:27,99 für sich. Alina Meyer, ebenfalls Jahrgang 2010 schwamm in 0:28,38 zu Silber und Bronze ging knapp dahinter in 0:28,64 an Aileen Pokies (2009 / 0:28,64). Bei den Herren ging auch die Freistilsprintstrecke an Jano Schröder, der mit deutlichem Vorsprung vor seinen Verfolgern bereits nach 0:25,38 anschlug. Dahinter wurde es nochmal spannend und der Jubel bei seinem Team war groß, als Jannis Dannenberg in 0:27,00 auf dem Silberrang anschlug. Bronze ging hier in 0:27,18 an Titus Andre Kossler (2009).

Nachdem sie am Vortag schon das Finale über 50 m Rücken gewonnen hatte ließ sich Alessia Krampen (2009) auch den Sieg auf der doppelten Distanz nicht nehmen. Ihre Zeit lautete 1:09,18. Gleich dahinter kam Alia Oehring (2010) die sich dieses Mal den silbernen Pokal in 1:09,68 erschwamm. Bronze nahm dann Clara Lou Küsel (2010) in 1:10,41 entgegen. Bei den Herren war das Bild ähnlich. Erneut ging Gold an Elias Hrarti (2009) in 1:07,63. Mit doch deutlichem Abstand schlug dahinter Frederik Knäuper (2009) in 1:10,98 an. Bronze ging mit Jenrik Koriath in 1:11,14 wieder an den Jahrgang 2010.

Die letzten Finals am Sonntagnachmittag gab es dann über 100 m Brust und 50 m Schmetterling. Den Sieg bei den Damen holte sich Marie Marpert (2009) in 1:20,18, Silber ging an Theda Fritzen (2010) in 1:20,94 und Bronze auf der Bruststrecke ging an Lotta Bleich (2009) in 1:21,41. Bei den Herren blieb die Reihenfolge wie schon zuvor auf der 50 m Distanz. In 1:13,33 ging Gold an Titus Andre Kossler, Silber holte sich Ferdinand Resch in 1:16,95 und auf Platz 3 war wieder Tom Schade in 1:19,90 dabei. Zum Wettkampfschluss gab es dann noch die 50 m Schmetterling. Hier setzte sich Aileen Pokies (2009) souverän in 0:30,94 durch, gefolgt von Alessia Krampen (2009) in 0:31,55 und knapp dahinter Mia-Friederike Kreibohm (2009) in 0:31,88. Mit seiner Endzeit von 0:28,95 zeigte Jano Schröder (2009) auch bei dieser Sprintstrecke, dass er der Goldgarant ist. Zu Silber schwamm Elias Hrarti (2009) in 0:29,39 und Bronze ging an Michael Volkov (2010) mit einer tollen Endzeit von 0:30,50.

Alle weiteren Medaillengewinner können der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Aufgrund der vielen guten Leistungen ist es nicht möglich alle einzeln zu erwähnen.

Wir bedanken uns beim sehr engagierten Team der Wassersportfreunde v. 1898 Hannover e.V. für eine schöne, gut organisierte Veranstaltung und ein herzlicher Dank geht auch an alle Kampfrichter, die an diesem Wochenende im Einsatz waren.

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