Landesfreiwassermeisterschaften in Emden

Erstellt von Ute Sprecher |

Nach so einigen schönen sonnigen Tagen machte der Sommer natürlich genau am Wochenende der Norddeutschen und Landesfreiwassermeisterschaften in Emden eine Pause. So mussten die Schiedsrichter am Samstag bei der ersten Messung, zwei Stunden vor Wettkampfbeginn, feststellen, dass die erforderliche Temperatur von mindestens 18 Grad noch nicht erreicht war.
Bei der zweiten Messung eine Stunde später hatten die Sonne und der schwache Wind dann schon etwas geholfen und es wurden 18,5 Grad gemessen. Mit ein wenig Verspätung begann dann der Wettkampf 1 mit den 2,5 km weiblich in zwei Läufen. Der schnellere Lauf 2 startete zuerst und Lauf 1 folgte ca. 5 Minuten später. 85 weibliche Sportlerinnen waren am Start und machten sich auf den Weg, den 1250 Meter langen Dreieckskurs zweimal hinter sich zu bringen. Lediglich 5 Sportlerinnen gaben aufgrund der Wassertemperaturen vorzeitig auf.

Die Medaillen in der offenen Wertung des Norddeutschen Schwimmverbandes gingen hier nach Berlin, Flensburg und Schwedt. In der niedersächsischen Wertung konnte sich India Tappe (2004) in 33:56,36 durchsetzen und holte sich die Goldmedaille ab. In Norddeutschland bedeutete ihre Zeit einen guten Platz 4. Nach 34:10,76 schlug Karina Rudolph (2002) am Zielbrett der elektronischen Zeitnahme an.
Diese war von zwei Studenten der Universität Emden extra für dieses Event gebaut worden und nach zahlreichen Tests, durch den ausrichtenden SV Neptun Emden, erstmals offiziell im Einsatz. Jolina Franke (2003) schwamm nach Karina durch den Zielgarten und konnte ihr Rennen auf dem Bronzerang in 34:14,73 beenden.

Nach der Ankunft der weiblichen Schwimmerinnen verschlechterte sich das Wetter erneut, der Wind nahm zu und leichter Regen setze ein. Trotzdem waren 67 männliche Sportler am Start. Aufgrund des kalten Wassers gaben allerdings 20 von ihnen ihr Rennen vorzeitig auf. In der Norddeutschen Wertung waren erneut keine niedersächsischen Schwimmer vertreten. In der LSN Wertung entschieden dagegen zwei Hunderstel über Platz 2 und 3. Als Schnellster aus dem Wasser kam Veit Schlörmann (AK 20), der sein Rennen nach 32:35,70 beendete. Platz 2 ging an Jakob Mayer (2004), der in 32:41,67 anschlug und nur einen Wimpernschlag später war Dominik Sartison (2001) in 32:41,69 am Zielanschlagsbrett.

Als letzter Wettkampf am Samstag waren die Staffeln über 3 x 1250 m geplant. Mittlerweile betrug die Wassertemperatur nur noch 17,5 Grad und so durfte nur noch die Staffel des Flensburger Schwimmklubs in der offenen Wertung starten. Der 2. Schwimmer umschwamm allerdings die dritte Wendeboje nach dem Wechsel auf der falschen Seite und damit wurde die Staffel auch noch disqualifiziert. 20 Staffeln, davon 13 aus Niedersachsen, durften aufgrund der Wassertemperatur nicht starten.

Am Sonntag wurden die zum Einschwimmen angekommenen Sportler gleich mit der schlechten Botschaft empfangen, dass die Wassertemperatur weiter gesunken war. Zwei Stunden vor Wettkampfbeginn betrug sie nur noch 16,5 Grad und so durften nur noch die über 18jährigen Schwimmer starten und das auch nur im Neoprenanzug. Glücklicherweise waren einige der Mastersschwimmer sehr gut ausgerüstet und hatten sogar noch einen Anzug in Reserve, der an die 18/19jährigen Schwimmer und Schwimmerinnen verliehen wurden.
Insgesamt 16 Schwimmer starteten dann über 5 Kilometer im Freiwasserschwimmen. 28 weibliche Sportler und 23 männliche Sportler wurden abgemeldet. Bei den Damen siegte in der offenen LSN Wertung Stephanie Meinig (AK 25) in der Zeit von 1:13:41,72. Leigh Knaap (AK 20) vom heimischen SV Neptun Emden folgte auf dem Silberrang in 1:16:37,08. Bronze ging an Antje Mexner (AK 45) in 1:26:55,46. Bei den Herren holte sich Carl Bittendorf (2000) den Titel des Norddt. und Landesjuniorenmeisters in einer Zeit von 1:13:37,27. Die offene Wertung ging an die Masterschwimmer. Holger Ludwig (AK45) siegte souverän in 1:07,17,86 vor Hendrik Fiedler (AK40), der seine 5 km nach 1:08:40,05 beendete. Olaf Geserick (AK50) hatte auf der letzten Runde noch mal ordentlich Tempo gemacht und konnte sich so Bronze in 1:08:52,12 sichern.

Wir bedanken uns beim Ausrichter SV Neptun Emden für eine sehr gut organisierte Veranstaltung. Mit THW, DLRG, DRK und dem ortsansässigen Kanuclub war für hervorragende Sicherheit auf dem Wasser und optimale Versorgung der Sportler gesorgt worden. Auch wenn das Wetter leider sehr viel zu Wünschen übrig ließ, war das Team vor Ort bestens gelaunt.

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