Interview mit den LSN-Höhentrainingslagerteilnehmern

Erstellt von Dennis Yaghobi | | Startseite

Um unsere LSN-Kaderathleten und ihren Trainer Emil Guliyev im Höhentrainingslager ein wenig Abwechslung zu bereiten, haben wir ein Interview geführt. Wir werden euch dieses in drei Teilen vorstellen. Den ersten gibt es heute.

Im ersten Teil unseres Dreiteilers, befragen wir unseren Landestrainer Emil Guliyev zum Thema Höhentrainingslager und vor allem zu diesem konkreten, da es ein Trainingslager zusammen mit vielen DSV-Größen ist.

LSN: Hallo Emil, wir haben gehört, dass ihr gut in der Sierra Nevada angekommen seid und auch die ersten Tage gut beginnen konntet, das Training aufzunehmen, wie vorgenommen. Lass uns zur ersten Frage kommen. Warum seid ihr für ein Trainingslager in die Höhe gefahren, nicht in die Sonne, wie gewöhnlich?

Landestrainer Emil: Der DSV hatte ein Höhentrainingslager in der Sierra Nevada (2320m) für Bundeskader geplant und wir haben uns diesem angeschlossen. Es ist für uns eine gute Gelegenheit, um eine Grundlage am Anfang der Saison zu legen und gleichzeitig die Erfahrungen mit Training und Anpassungseffekten in der Höhe zu sammeln.

In ein Trainingslager mit hoffentlich viel Sonne fahren wir vor den Qualifikationswettkämpfen für die Deutschen-Jahrgangs-Meisterschaften, Jugend-Europa-Meisterschaften und den Olympischen Spielen im März 2020.

LSN: Das sind ja gute Aussichten, nach einem harten Trainingslager im Herbst, nochmal vor den wichtigen Höhepunkten im Sommer ein zwar ebenso hartes Trainingslager im Frühjahr, aber in angenehmeren Klima bestreiten zu können. Warum fahren dann aber nur so Wenige mit in dieses Trainingslager?

Landestrainer Emil: An erster Stelle ist es ein DSV-Trainingslager für Bundeskader und die Sportler die sich für internationale Wettkämpfe qualifiziert haben. Zudem kommt der Punkt hinzu, dass ein Höhentrainingslager deutlich teurer als Trainingslager in wärmeren Klimaregionen ist und ohne extra Unterstützung oder Bezuschussung, kann es leider nicht jeder Sportler, bzw. deren Eltern leisten.  

Generell dürften aber auch Landeskader und vor allem Sportler mit nationalen Spitzenniveau an diesem Trainingslager teilnehmen, es gibt aber selbstverständlich auch nur begrenzte Plätze. 

LSN: Demnach ist es eine Art Belohnung für erbrachte Leistungen mit in dieses stark besetzte Trainingslager fahren zu dürfen. Nun stellt sich uns aber noch die Frage, warum fahrt ihr dreieinhalb Wochen, nicht wie sonst nur 11-14 Tage? Das scheint ja bei Höhentrainingslagern so üblich zu sein, oder Emil?

Landestrainer Emil: Um einen Höhentrainingslager-Effekt zu erreichen, müssen die Sportler ca. 21-28 Tage (3-4 Wochen) in den Bergen trainieren.

Wenn man mindestens 21 Trainingstage nimmt, sind davon die ersten 3-4 Tage allein für die Höhenanpassung und die letzten 3-4 Tage für die Rückanpassung notwendig. Es hängt natürlich auch noch von der jeweiligen Höhe ab.

Dennoch bleiben in etwa 13-14 Tage für ein individuelles und ein bisschen intensiveres Training. J

LSN: Ein bisschen intensiveres Training? :-D, wir werden mal deine Aktiven fragen für wie intensiv sie das Trainingslager halten. Hab erst einmal vielen Dank Emil. Morgen geht´s dann weiter mit unserem Interview!

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