Energie-Lockdown nicht zu Lasten von Kindern

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Ein geplanter Energie Lockdown könnte die Folgen der Pandemie im Hinblick auf die Schwimmfähigkeit der jüngsten Generation unserer Gesellschaft noch einmal erheblich verschlimmern. Der LSN fordert eine Öffnung der Schwimmbäder über den ganzen Sommer und auch darüber hinaus.

Aufgeschreckt durch die Ankündigungen der Bundesnetzagentur und Wirtschaftsministerium fordert der LSN die Verantwortlichen in der Bundes- und Landespolitik auf, nicht erneut Politik auf dem Rücken von Kindern zu machen. Die Erfahrungen aus den Schulschließungen und den Kontaktreduzierungen, und damit auch dem fehlenden Vereinsleben, hat nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erheblichen Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen geführt. Mit großem Aufwand haben die kommunalen und privaten Badbetreiber ihre Schwimmbäder nach den ersten 2 Jahren Pandemie wieder geöffnet. Die gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung durchgeführte Kampagne „Startklar in die Zukunft“ hat bereits zu fast 1.000 Schwimmkursen in diesem Frühjahr geführt und somit einen großen Beitrag zur Selbstrettungsfähigkeit von Kindern geführt.

Wir können vor den schrecklichen Bildern über den Krieg nicht die Augen verschließen und müssen solidarisch mit den Partnern Deutschlands die Sanktionen umsetzen. Dabei bedürfen die Interessen von Kinder, Jugendlichen und erkrankten Menschen einer besonderen Aufmerksamkeit. Der Forderung nach Reduzierungen und Schließungen von Schwimmbädern, wie sie auch vom Deutschen Städtetag nicht ausgeschlossen werden, darf nicht Leitlinie des Handels sein!

Der LSN fordert für organisierte Gruppen im

Schulsport und Prävention | Rehabilitation

der Schwimmausbildung und

der Schwimmausbildung,

die Lehr- und Schulschwimmbecken geöffnet zu halten. Ebenso dürfen Bäder, die mit regenerativen Brennstoffen oder mit Solarthermie beheizt werden nicht auf dieselbe Stufe mit reinen Freizeiteinrichtungen gestellt werden.

Der LSN warnt davor, dass geschlossene Hallenbäder große bauphysikalische Probleme erzeugen und damit gerechnet werden muss, dass Badbetreiber die dann wieder hohen Anlaufkosten als Begründung für eine dauerhafte Schließung nutzen werden. Während der Pandemie waren viele Hallenbäder für die Bevölkerung geschlossen worden, die Anlagen der Heizung, Lüftung und Badewasseraufbereitung waren jedoch in Betrieb gelassen worden. Damals war aber nicht die mangelnde Energie, sondern die Pandemie der Grund. Gesellschaftlich ist das Schwimmen wegen seiner großen Bedeutung für die kognitiven und physischen Entwicklungen von Kindern, den Wirkungen der Prävention und der Rehabilitation sowie der Menschenrettung vor dem Ertrinkungstod seit Jahrzenten als Menschrecht anerkannt.

Der geplante Energie-Lockdown darf nicht auf den Rücken der Schwächsten umgesetzt werden. Vielmehr ist es eine gesellschaftliche Aufgabe.

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