Champions League: Wasserball-Festivals kehren in das Stadionbad zurück

Erstellt von Wolfgang Philipps | | Berichte/News/Termine

Nach einer Übergangssaison mit einem reduzierten Starterfeld und einem abgespeckten Spielmodus kehrt die Champions League der Wasserballer in der Saison 2021/2022 zu ihrem gewohnten Format zurück. Kern- und Prunkstück ist die 16 Teams umfassende Hauptrunde, die sich in den vergangenen Jahren angesichts ihrer Vielzahl von Topspielern quasi zur „NBA des Wasserballs“ entwickelt hat. Die vorzeitige Auslosung der Hauptrunde fand am Freitag vor den Toren Roms in Ostia (Italien) anlässlich des traditionellen Treffens der zwölf „Wild Card“-Teams statt, zu denen mit Gründungsmitglied Wasserfreunde Spandau 04 und dem Vorjahressechsten Waspo 98 Hannover weiterhin zwei deutsche Vereine zählen.

 

Damit werden nach einer 20-monatigen Durststrecke auch die großen Wasserball-Festivals in das Stadionbad zurückkehren. So konnte Waspo 98 seit 2016 jeweils die Heimspiele der Gruppenphase in Niedersachsens größter Schwimmsportarena in einem grandiosen Rahmen präsentieren, der sich hinter den „großen“ Ballsportarten nicht verstecken muss. Zuletzt war die Saison 2019/2020 allerdings coronabedingt nach zehn Spieltagen abgebrochen worden. Die Spielzeit 2020/2021 kam zur Sicherstellung des Spielbetriebes lediglich in Turnierform zustande, wobei Waspo 98 angesichts der hohen Auflagen auf Heimvorstellungen verzichtet hatte. Auch das vor der Pandemie nach Hannover vergebene Final Eight mussten die Niedersachsen an die LEN zurückgeben, sicherten sich bei der Ersatzveranstaltung in Belgrad (Serbien) nach geglückter Qualifikation jedoch einen grandiosen sechsten Platz.

 

 

„Sportlich eine sehr ansprechende Gruppe“

 

Die Auslosung hat nach einer Änderung der Regularien diesmal die beiden erneut direkt qualifizierten DSV-Vertreter in einer Gruppe zusammengeführt: Bei den Spielen der Gruppe B treffen Waspo 98 und Spandau 04 in einem Achterfeld auf Titelverteidiger Pro Recco (Italien), Jug Dubrovnik (Kroatien), CN Marseille (Frankreich), das neue „Wild Card“-Team von Steaua Bukarest (Rumänien) und zwei der vier noch zu ermittelnden Qualifikanten. Jeweils vier Teams pro Gruppe qualifizieren sich für das Final Eight, das vom 30. Juni bis 2. Juli 2022 erneut in Belgrad stattfinden wird.

 

Ob dieses ein günstiges Los ist, wird sich erst angesichts der dann feststehenden Kontrahenten bei den Qualifikanten zeigen. Waspo98-Trainer Karsten Seehafer wertete dieses zumindest als eine „sportlich eine sehr ansprechende Gruppe“. Immerhin entgehen die beiden DSV-Vertreter dem Endrundenausrichter VK Novi Beograd, der für die Veranstaltung gesetzt ist und damit einen der vier Plätze in der Gruppe A blockiert. Da beide Teams in einer Gruppe spielen, erhöht sich zudem statistisch die Chance, dass sich zumindest eine der beiden Mannschaft wie 2018 (Spandau 04) oder 2021 (Waspo 98) für die Endrunde qualifiziert. Schön für die Schatzmeister beider Klubs: Die kostspielige Reise zum georgischen Meister Dynamo Tiflis entfällt diesmal.

 

Zu den zwölf „Wild Card“-Teams der Gruppenphase werden sich vier Mannschaften gesellen, die in den drei am 22. September startenden Qualifikationsrunden ermittelt werden. Der erste der 14 Hauptrundenspieltage ist für den 26./27. Oktober terminiert; Hannover reist hier mit Jug Dubrovnik gleich zu einem der heißen Endrundenkandidaten, während Spandau bei einem der beiden Qualifikanten zu Gast sein wird.

 

 

Champions League 2021/2022

 

Auslosung Hauptrunde

 

Gruppe A

FTC Budapest (HUN)

CN Atletic Barceloneta (ESP)

Olympiakos Piräus (GRE)

Dynamo Tiflis (GEO)

VK Novi Beograd (SRB)

VK Radnicki (SRB)

Qualifikation D

Qualifikation A

 

Gruppe B

Pro Recco (ITA)

Jug Dubrovnik (CRO)

Waspo 98 Hannover (GER)

CN Marseille (FRA)

Wasserfreunde Spandau 04 (GER)

Steaua Bukarest (ROU)

Qualifikation B

Qualifikation C

 

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