Buschkow wird neuer Leistungssportdirektor im DSV

Erstellt von Lars Schwarz | | Berichte/News/Termine

Die Entscheidung, den Bundestrainer Wasserspringen, Lutz Buschkow, als Leistungssportdirektor einzusetzen, spaltet den DSV in zwei Lager. Die Athlet/innen fordern mehr Mitspracherecht.

Knappe drei Monate sind es noch, bis die Olympischen Sommerspiele in Tokyo offiziell eröffnet werden. Am 24. Juli gehen dann die ersten Schwimmer ins Wasser und liefern sich spannende Wettkämpfe. Die unmittelbare Vorbereitung der Athleten ist also bereits in vollem Gange, der Qualifikationszeitraum, den der DSV vorgesehen hatte, abgeschlossen. Von einer ruhigen und konzentrierten Präparation auf die Karrierehöhepunkte der meisten Athlet/innen kann im Deutschen Schwimmverband dennoch keine Rede sein:

Die Suche nach einem/einer neuen Direktor/in Leistungssport schlägt weiter hohe Wellen und sorgt für starke Kontroversen im Verband. Am Abend des vergangenen Freitags verkündete DSV-Präsident Marco Troll, dass sich Lutz Buschkow – Bundestrainer Wasserspringen und Leistungssportdirektor zwischen 2008 und 2016 – der Aufgabe interimsweise bis zu den Spielen annehmen wird. Man halte so den Aktiven den Rücken frei und sorge für eine konzentrierte Vorbereitung, so die offizielle Begründung der Entscheidung. Der Großteil der Athlet/innen hat hierzu laut Sarah Köhler eine konträre Ansicht: „Als mündige Athlet*innen erwarten wir, dass wir in den Entscheidungsprozess einbezogen werden und wollen uns ein Meinungsbild über die Thematik verschaffen“, wird die Athletensprecherin u.a. bei www.sport.de zitiert.

Auf derselben Videokonferenz wurde Troll zudem als Teilmannschaftsleiter vorgeschlagen. Er wird das Team somit gemeinsam mit Vizepräsident Harald Walter bei den Spielen anführen. Eine Aufgabe die normalerweise in Buschkows Aufgabenbereich fällt, dieser muss diesbezüglich aber aufgrund seiner Tätigkeit als Bundestrainer Wasserspringen passen. Sarah Köhler wurde im Namen der Athleten zu dieser Personalie noch deutlicher: „Wir Athleten wollen, dass das rückgängig gemacht wird. Schätzungsweise 90 Prozent der Athletinnen und Athleten möchten sich nicht von Ihnen bei den Olympischen Spielen repräsentieren lassen“, zitiert die BILD-Zeitung. Laut sport.de zweifeln die Athlet/innen aufgrund des Chaos der vergangenen Wochen an der Kompetenz Troll

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