Auch Tag 5 geht, dank Jona Finn Sue, nicht ohne Landesjahrgangsrekord über die Bühne

Erstellt von Ute Sprecher | | Berichte/News/Termine

Heute ging es für unsere LSN Schwimmer ein letztes Mal um Bestzeiten, Finalplätze und Medaillen und um es vorweg zu nehmen, sie haben das wieder super gemacht.

Nach den Vorläufen über 200 m Brust, 50 m Rücken und 100 m Schmetterling standen am Ende des Vormittages für die Mädchen erst noch die sehr langen 1500 m Freistil auf dem Plan. Im Jahrgang 2006 schwamm sich Alena Gemici mit einer um 36 Sekunden verbesserten Bestzeit von 18:39,08 auf Platz 6. Ebenfalls um 22 Sekunden verbesserte sich Merle Dessau (2004) und beendete ihr längstes Rennen in 18:08,33 auf Platz 6.

Der Abschnitt 10 begann mit der Ehrung der bei dieser DJM geschwommenen Altersklassenrekorde. Mit dabei war Sven Schwarz für seinen Rekord über 800 m Freistil vom Mittwoch in 8:01.82.

Bei den dann folgenden Finalläufen machte Carlotta Ingenerf (2006) über 200 m Brust den Anfang. Mit der zweitschnellsten Zeit von 2:42,47 hatte sie sich fürs Finale qualifiziert. Hier zeigte sie dann das da durchaus noch was drin ist und sie auch am letzten Tag noch Lust auf eine neue Bestzeit hatte. Die verwirklichte sie dann in 2:39,23 und durfte dafür ihre verdiente Silbermedaille in Empfang nehmen. Natürlich, auf ihrer Strecke, den 200 m Brust, war Malin Grosse (2002) dabei. Malin beherrschte das Feld vom Start weg und ließ den anderen Mädchen keine Chance an sie heranzukommen. Mit ihrer Zeit von 2:31,79 holte sie sich Gold und das mit über eine Sekunde Vorsprung vor der Zweitplazierten.

Im Jahrgang 2007 hatten sich gleich zwei niedersächsische Schwimmer für das 200 m Brustfinale qualifiziert. Joel Wernner und Søren Graul waren hier am Start. Søren kam in einem packenden Lauf, dessen Feld zum Ende hin doch weit auseinandergezogen war, in 2:54,46 auf Platz 8. Joel schwamm in der vorderen Hälfte des Feldes mit und konnte sich an der Spitzengruppe festbeißen. Nach Platz 7 im Vorlauf steigerte er sich mit neuer Bestzeit von 2:46,08 auf einen tollen Platz 4.

Auf schnelle Konkurrenz traf auch Finn Wendland (2005) in seinem Finallauf über 200 m Brust. Hier hatte er sich als drittschnellster Vorlaufschwimmer in 2:31,17 qualifiziert. In die erste Wende ging er dann auch noch als Dritter, bei den 100 m gab es den ersten hauchdünnen Vorsprung und er war als zweiter an der Wand. Doch danach war Finn wieder auf Erfolgskurs und konnte den Platz 2 gut verteidigen und ausbauen, so dass er am Ende eine neue tolle Bestzeit von 2:26,75 schwamm. Hierfür durfte er dann bei der Siegerehrung die Silbermedaille in Empfang nehmen.  

Nikita Schewz (2003) hatte sich mit seiner Vorlaufzeit von 2:26,25 ebenfalls als Zweitschnellster fürs Finale empfohlen und hier zeigte er das da durchaus auch an einem Samstagnachmittag noch mehr draus gemacht werden kann. In einem packenden Rennen lag er die ersten 100 m sogar gleichauf mit dem späteren Goldmedaillengewinner. Das schien ihn nochmal richtig zu pushen und er holte sich am Ende die Silbermedaille mit einer tollen neuen Bestzeit von 2:24,19.

Und auch beim letzten 200 m Brustfinale, mit niedersächsischer Beteiligung, wurden dann nochmal Bestzeiten ins Becken gebracht. Im Vorlauf auf Platz 9 mit neuer Bestzeit von 2:29,64 hatte Finn Reeger (2002) die Hoffnung auf das Finale schon aufgegeben, aber dann war er durch eine Abmeldung doch dabei. Das war seine Chance für eine weitere Bestzeit und die nutzte Finn. In 2:27,87 verbesserte er sich erneut und schwamm auf Platz 7. Im Vorlauf mit 2:24,07 noch zwei Sekunden langsamer als seine Bestzeit war Fynn Kunze (2002) dann im Finale „mal eben“ zwei Sekunden schneller, als seine bisherige Bestzeit und schlug mit phantastischen 2:20,19 auf Platz 3 an.

Die letzte Sprintstrecke dieser DJM waren die 50 m Rücken. Bei den Mädchen waren hier Lea Sophie Baechler (2007) und Emily Haas (2006) dabei. Lea Sophie schwamm mit neuer Bestzeit von 0:32,68 auf einen tollen Platz 5. Auch Emily konnte sich im Finale nochmal steigern und schwamm Bestzeit in 0:32,08. Bei ihr blieb es bei Platz 8 aus dem Vorlauf. Ebenfalls nicht mit einem Finalplatz gerechnet hatte Henry Knäuper (2006). Doch er durfte im Finale über 50 m Rücken dabei sein und schwamm hier in 0:31,54 auf Platz 8. Mit ebenfalls neuer Bestzeit von 0:28,86 nutzte Dominik Abdou (2004) sein Finale um sich noch einen Platz weiter nach vorne zu schwimmen und nach Rang 7 im Vorlauf jetzt auf Platz 6 den letzten Start in Berlin zu beenden. Im ältesten Jahrgang 2001 war Lukas Knölker am Start und schaffte das Kunststück seine Vorlaufzeit exakt nochmal zu schwimmen. 0:27,97 stand nach dem Zielanschlag auf der Anzeigentafel und auch Platz 7 blieb unverändert.

Weiter ging es dann mit der letzten Strecke dieser DJM, den 100 m Schmetterling und hier war Lea Sophie Baechler (2007) erneut am Start. Sie konnte ihre Vorlaufzeit von 1:09,63 noch ein wenig nach unten korrigieren und schlug in 1:09,60 auf Platz 5 an. Im Jahrgang 2002 schwammen die Gold- und Silberplatzierten souverän vorne. Nur um Platz 3 wurde hart gekämpft. Dieses Mal musste sich Madlen Wendland leider um 4 Hunderstel geschlagen geben. Doch 1:02,16 bedeuteten wieder eine neue Bestzeit für Madlen. Bei den Herren waren im letzten Wettkampf noch drei Schwimmer im Wasser. Den Anfang machte erneut Daniel Olenberg (2007). Im Vorlauf hatte er seine bisherige Bestzeit von 1:13,34 auf 1:09,90 verbessern können und sicherte sich damit den letzten Finalplatz. Und Daniel ließ auch hier nochmal alle Reserven raus und schwamm mit neuer Bestzeit von 1:08,10 auf Platz 5. Super gemacht Daniel. Als Sechstschnellster des Jahrganges 2006 beendete Benjamin Herfert seine 100 m Schmetterling. Benjamin lieferte dabei ebenfalls noch eine neue Bestzeit in 1:06,51 ab. Letzter Niedersachse im Finalwasser war Jona Finn Sue (2003). Den Vorlauf hatte er mit neuer Bestzeit von 0:58,18 auf Platz 6 beendet. Doch anscheinend war das noch nicht alles, denn im Finale konnte Jona Finn nochmal einen „Zahn zulegen“. Er verbesserte sich um mehr als 1 Sekunde auf 0:56,98. Platz 4 im Finale bedeutete zwar leider keine Medaille in Berlin, dafür war seine neue Bestzeit aber einen weiteren Eintrag in der niedersächsischen Rekordliste wert. Der letzte LSN Start war wieder ein Landesjahrgangsrekord. Wie schon bei den 50 m Schmetterling konnte Jona Fin einen 13 Jahre alten Rekord ablösen, den 2006 Jan-David Schepers mit 0:57,09 aufgestellt hatte.    Herzlichen Glückwunsch Jona.

Eine tolle Woche in Berlin ist zu Ende gegangen. Es war alles dabei: Rekorde, viele Medaillen, ganz viele neue Bestzeiten und als Fazit dürfen wir feststellen:

Der LSN ist ein ordentliches Stück vorangekommen auf seinem Weg „LSN goes Paris 2024“.

Zurück