Angelina und Sven schwimmen EM Norm für Glasgow

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Tag 1 der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin

Nach dem erfolgreich absolvierten Höhentrainingslager stand Angelina Köhler mit ihrem ersten Start über 200 m Schmetterling, gleich im Fokus ihres Trainers Emil Guliyev. Mit ihrer erzielten Zeit von 2:09,95 war sie zwar etwas langsamer als gemeldet, aber mit Platz 2 hatte sie sich in eine gute Ausgangsposition für das A-Finale gebracht. Am Nachmittag schwamm sie dann auf Bahn 5 direkt neben Franziska Hentke und konnte sich an ihr festbeißen. Mit einer Leistungssteigerung von über 3 Sekunden schwamm Angelina in 2:06,75 auf den Silberplatz und zu einem neuen Landesrekord in Niedersachsen. Franziska beendete ihr Rennen nach 2:06,27. Beide Schwimmerinnen blieben mit ihren Endzeiten unterhalb der Finalzeit (2:07,30) die Franziska noch im Juli bei der WM in Gwangju geschwommen war. Ein toller Erfolg für Angelina an ihrem ersten Tag in Berlin.

Auf dieser Strecke war Angelina nicht nur allein erfolgreich unterwegs, auch Madlen Wendland konnte sich mit ihrer Vorlaufzeit von 2:16,02 eine Silbermedaille in der Juniorenwertung erkämpfen und qualifizierte sich gleichzeitig für das B-Finale. Hier konnte Madlen sich nochmal deutlich steigern und kam mit neuer Bestzeit von 2:15,28 auf einen guten Platz 13 in der offenen Wertung.

Gleich zwei neue Bestzeiten präsentierte Malin Grosse über die 100 m Brust. Im Vorlauf konnte sie sich um 6 Hunderstel auf 1:07,79 verbessern und kam damit in der Juniorenwertung auf Platz 2. Hierfür durfte sie dann am Vormittag schon mal eine Silbermedaille in Empfang nehmen. Gleichzeitig qualifizierte sie sich mit dieser Zeit für das A-Finale am Nachmittag. Mit der fünftschnellsten Vorlaufzeit ging Malin hier an den Start. In einem eng besetzten Rennen schwamm sie dann eine deutliche neue Bestzeit von 1:07,57 und stand anschließend als Bronzemedaillengewinnerin auf dem Siegertreppchen.

Eine weitere Silbermedaille in der Juniorenwertung ging an Yannis Hein, der ebenfalls auf der 100 m Bruststrecke in 1:01,61 am Start war. Im B-Finale war Yannis dann erneut am Start, konnte aber nicht ganz an die Vorlaufzeit anknüpfen und kam auf Platz 16 in der offenen Wertung. Die Bronzemedaille in der Juniorenwertung ging ebenfalls an einen Niedersachsen. Noel de Geus schwamm hier in 1:01,92 ebenfalls aufs Treppchen.

Am Anfang des Nachmittagsabschnittes standen an diesem Donnerstag die langen Strecken. Doch auch diese können interessant werden, wenn eine Sarah Köhler über 800 m Freistil ihren eigenen Deutschen Rekord von bisher 8:10,54 pulverisiert und mit 8:08,02 neu festlegt. Danach kam das für uns Niedersachsen sehr spannende Rennen über 1500 m Freistil. Hier war Sven Schwarz auf Bahn 3 am Start. Direkt neben dem amtierenden Weltmeister Florian Wellbrock. Wer vorher gedacht hatte 1500 m können doch nur langweilig sein durfte hier mal staunen, denn Sven Schwarz ließ nicht locker und blieb immer dicht dran, am Weltmeister aus Magdeburg. Am Ende konnte sich Sven um mehr als 15 Sekunden verbessern. Mit seiner Endzeit von 14:31,24 schwamm er auf den Silberrang und zu einem neuen Deutschen Altersklassenrekord sowie einem niedersächsischen Landesrekord. Florian beendete sein Rennen in 14:30,07 mit der Goldmedaille. Beachtlich für Sven war, dass er mit seiner Endzeit schneller unterwegs gewesen war, als Florian Wellbrock bei der WM in Gwangju, wo dieser nach 14:36,54 angeschlagen hatte.

Mit den heute gezeigten Leistungen haben Angelina und Sven beide die Kurzbahnnorm für die Europameisterschaften Anfang Dezember in Glasgow erreicht. Ein super Erfolg für unsere beiden Niedersachsen.

Wir gratulieren allen Aktiven in Berlin zu ihren tollen Leistungen und wünschen viel Erfolg für Tag 2.

Die in diesem Bericht enthaltenen Fotos wurden von „TheSportPicturePage“ zur Verfügung gestellt.

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