Angelina schwimmt Deutschen Altersklassenrekord

Erstellt von Ute Sprecher | | Startseite

Tag 2 der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin

Der Freitagmorgen stand ganz im Zeichen der Allrounder, denn mit den 400 m Lagen war hier Ausdauer und Vielseitigkeit gleichermaßen gefragt. Im Lauf 4 am Start war Malin Grosse, direkt neben sich hatte sie Franziska Hentke, die fast 10 Sekunden schneller gemeldet war. Malin war zwar an diesem frühen morgen noch nicht ganz zu Bestzeiten aufgelegt, aber mit ihrer Endzeit von 4:48,92 schwamm sie sich als sechstschnellste ins A-Finale. In der Juniorenwertung bedeutete diese Zeit Platz 2 und so durfte Malin die erste Silbermedaille an diesem Freitagmorgen in Empfang nehmen.

Für das Finale am Nachmittag hatte sich Malin einiges vorgenommen und schwamm hier satte 7 Sekunden schneller, als im Vorlauf. Nach nur 4:41,70 schlug sie auf einem tollen Platz 4 an und hatte damit nicht nur ihre bisherige persönliche Bestzeit um fast zwei Sekunden verbessert, sondern auch einen neuen Landesrekord aufgestellt. Zwölf Jahre hatte diese 400 m Lagen Bestmarke von Katharina Schiller in 4:42,17 Bestand. Heute hat sich auch Malin in die Liste der offenen Landesrekorde eingetragen. Herzlichen Glückwunsch Malin!

Nach der Langstrecke wurde es deutlich kürzer. Wo es für Angelina am Vortag noch die 200 m waren, stand heute die 50 m Schmetterlingstrecke auf dem Programm. Mit ihrer Vorlaufzeit von 0:26,61 schwamm Angelina hier als Drittschnellste ins A-Finale. Im Finale finishte sie in einem tollen Rennen nach nur 0:26,18 und durfte sich bei der Siegerehrung dafür die Bronzemedaille abholen. Gleichzeitig bedeutete diese Zeit einen neuen Eintrag in der Jahrgangsrekordliste des Deutschen Schwimmverbandes, für 19jährige Schwimmerinnen. Der bisherige Rekord von Lisa Vitting in 0:26,39 hatte fast neun Jahre gehalten, bis Angelina ihn heute Nachmittag neu festgesetzt hat. Herzlichen Glückwunsch Angelina!

Im Anschluss standen die 200 m Rücken auf der Startliste. In der JEM Wertung schwamm hier Fynn Kunze mit einer Leistungssteigerung von über 3 Sekunden eine beeindruckende neue Bestzeit von 2:00,02 und damit auf Platz 1 in der JEM Wertung von 14 Teilnehmern. Außerdem reichte diese Zeit für einen tollen Startplatz Nr. 6 im A-Finale. Als jüngster Starter war er hier dabei, doch so ganz hielten die Nerven dann vielleicht doch noch nicht mit und Fynn konnte an die Zeit vom Vorlauf nicht anknüpfen. 2:04,21 lautete seine Endzeit in einem schnellen Rennen. Mikael Guliyev hatte sich im Vorlauf mit einer Zeit von 2:06,36 und Platz 8 in der JEM Wertung einen Startplatz im C-Finale der JEM Schwimmer erkämpft. Hier konnte er seine Zeit um über 3 Sekunden auf tolle 2:03,30 verbessern und kam in der abschließenden JEM Wertung auf Platz 3.

Das letzte Einzelrennen an diesem Vormittag waren dann die 200 m Freistil. Die vielen Höhenkilometer, des vergangenen Trainingslagers, konnte Markus Kriks hier erfolgreich, in neue Bestzeiten, umsetzen. Im Vorlauf steigerte er sich von bisher 1:51,71 auf dann erstmal für wenige Stunden aktuelle 1:50,73. Doch das sollte es nicht gewesen sein. Im JEM Finale zeigte Markus dann das da noch mehr drin ist und beendete das Rennen mit einer neuen Bestzeit von 1:48,58 und Platz 5 in der JEM Wertung. Eigentlich scherzt Sven Schwarz immer das für ihn die 200 m Freistilstrecke nur ein kleines Einschwimmen vor den wichtigen Rennen sei, doch heute waren diese 200 m Freistil ein sehr schnelles Einschwimmen. Seine bisherigen 1:50,26 konnte er schon im Vorlauf auf 1:47,92 runterschrauben und erreichte damit Platz 2 in der JEM Wertung und einen Startplatz im B-Finale. Hier war dann eine weitere Steigerung auf 1:47,49 möglich und er verließ das B-Finale als zweitschnellster Starter an diesem Nachmittag.

Der restliche Vormittag stand dann ganz im Zeichen der 4 x 50 m Freistilstaffeln. Hier konnte das beste Ergebnis die Mannschaft von W98 Hannover erreichen. Ruben Reck, Markus Kriks, Finn Bölck und Kostya Vasylenko kamen mit ihrer Endzeit von 1:32,25 auf Platz 7 der offenen Wertung.

 

Wir gratulieren allen Aktiven in Berlin zu ihren tollen Leistungen und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Foto: swimsportnews

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