Zu wenig Geld für eine gute Sache

Erstellt von Lars Schwarz | | Startseite

Nachdem nun alle Gelder für Schwimmkurse und die ÜLAS Ausbildung vorerst verbraucht sind, fordert der LSN im Namen seines Präsidenten, weitere Mittel zu Verfügung zu stellen.

Gemeinsam mit dem Landesschwimmverband (LSN) und der DLRG hatte das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung im Rahmen des Programms „Startklar in die Zukunft“ die Schwimmausbildung von Kindern ins Auge gefasst. Bedingt durch die Pandemie fanden in den letzten 2 Jahren keine Schwimmkurse in Schulen und Vereinen statt. Um kein Land der Nichtschwimmer zu werden und die Zahl von Ertrinkungstoten gering zu halten, sollen in der gemeinsamen Aktion Vereine animiert werden, in diesem Sommer sowie den kommenden Herbstmonaten möglichst vielen Kindern das Schwimmen beizubringen. Um den Bedarf aus Schwimmkursen abdecken zu können, wurde durch den LSN eine Extraausbildung, die ÜLAS-Ausbildung, entwickelt. „Diese Qualifikation ist ein Riesenerfolg“, so Präsident Wolfgang Hein. In den Vereinen des LSN stehen nun eine ausreichend große Zahl an Ausbildern und Ausbilderinnen zur Verfügung.

Das Ministerium hat den Bedarf an der Schwimmausbildung erkannt und für die Durchführung von Schwimmkursen dem LSN und der DLRG 1.5 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Vereine konnten sich zur Durchführung von Kursen beim LSN melden und pro Kurs bis zu 1.500 Euro abrechnen können. Am kommenden Dienstag will Ministerin Berends persönlich den 1.000sten Kurs besuchen. Damit ist das Budget verbraucht!

Vereine, die sich erst in den vergangenen 2 Wochen beim Verband angemeldet haben, müssen nun um die Finanzierung der weiteren Kurse bangen. „Der große Erfolg hat uns alle völlig überrascht. Die Geschäftsstelle gerät bei der Antragsbearbeitung an ihre Grenzen“, so verlautete die Meldung der Geschäftsführerin Corinna Kunth an das Präsidium. Derzeit können keine weiteren Bescheide zur Durchführung von Schwimmausbildungen ausgestellt werden. Man ist jetzt mit der Sportjugend des LSB, die für die Mittelverteilung verantwortlich zeichnet, sowie dem Ministerium in engen Gesprächen, ist aus dem Präsidium des LSN zu vernehmen. „Da muss noch Geld ins System. Es kann bei einer so bedeutenden gesellschaftlichen Aufgabe nicht sein, dass es an Geld fehlt. Die Kinder haben 2 Jahre ihrer Jugend opfern müssen und es ist die Pflicht der Politik das große Engagement der Vereine weiterhin zu unterstützen“, fordert der Präsident des Landesschwimmverbandes.

In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob aus anderen Programmen noch freie Gelder gibt, die der Schwimmausbildung zur Verfügung gestellt werden können. Vorschläge und Anträge hat der LSN bereits in der vergangenen Woche gestellt.

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