Tribüne für die neue „Fösse“ zwingend

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Der Landesschwimmverband Niedersachsen e.V. (LSN) und der Deutsche Schwimm-Verband e.V. (DSV) fordern für den Neubau des Fössebades eine Tribüne für mindestens 500 Zuschauern sowie die Möglichkeit - mit temporären Einbauten bei Großveranstaltungen - die Kapazität auf 1.000 Zuschauer zu erhöhen. 

Dazu der Präsident des LSN Wolfgang Hein, selbst Architekt: „Mit einer geschickten Planung der Hallenflächen lassen sich die Zuschauerkapazitäten gut mit den öffentlichen Ansprüchen verbinden. Das hat nichts mit hohen Mehrkosten zu tun.“ Bereits in einem Schreiben des DSV Vizepräsidenten vom 4. September wird darauf hingewiesen, dass Hannover die deutsche Wasserball-Hochburg ist und mit WASPO98 ein Hannoverscher Traditionsverein in der höchsten europäischen Klasse spielt. „International werden Zuschauerkapazitäten von 3.000 Plätzen und mehr gefordert. Da sind die Forderungen der Wasserballsportler noch recht bescheiden“, so der Präsident. 

Einen weiteren Grund die Kapazitäten nicht zu klein zu halten, sieht der LSN in der derzeitigen Unterkapazitäten für den Vereinssport, die Landeskader am Landesleistungszentrum Schwimmen sowie die Wasserball Männer am Bundestützpunkt. In Hannover gibt es eine große Konzentration von Wasserball-Bundeskadern der Herren sowie im Jugendbereich. Hannover gilt hier als beispielhafter Standort, der die Anforderungen aus der Leistungssportreform des BMI und des DOSB hervorragend umsetzt. Im Schwimmleistungszentrum (SLZ) war es in den vergangenen Monaten zu Engpässen gekommen, nachdem die Stadt Hannover Wasserball-Turniere im SLZ untersagt hat. Damit konzentriert sich der Wettkampfsport Schwimmen und Wasserball auf das Stadionbad. Engpässe sind da vorprogrammiert.

In Hannover sind 2 Vereine, die national und international in der höchsten Liga spielen sowie 5 Mannschaften der Jugend, die Meister- oder Pokalsieger sind. Die Frauen und Mädchen werden in Randstunden verdrängt und die Teilnehmerin an den Olympischen Jugendspielen, Angelina Köhler, hat kaum ausreichende Trainingsmöglichkeiten, um die Rahmentrainingspläne des DSV umsetzen zu können. „Wir wissen sehr wohl die Leistungen der Stadt Hannover zu schätzen, eine Sportstadt muss aber auch die Rahmenbedingungen für die Sportler schaffen, um international noch wahrgenommen zu werden“, so der LSN Präsident.

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