Sexualisierte Gewalt im Schwimmsport: ARD deckt Fälle auf

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Eine Dokumentation der ARD unter dem Titel „Missbraucht - Sexualisierte Gewalt im Deutschen Schwimmsport" hat mehrere Fälle der sexualisierten Gewalt im Schwimmsport aufgedeckt. Der LSN zeigt sich über die Vorfälle erschüttert.

In einer Dokumentation hat der Allgemeine Deutsche Rundfunk Missbrauchsfälle im deutschen Schwimmsport enthüllt. Im Zentrum steht dabei der Wasserspringer Jan Hempel, der seinem ehemaligen Trainer Werner Langer entsprechende Vorwürfe macht. Neben Hempel berichten auch weitere Aktive von ähnlichen Fällen. Inzwischen wurde der Bundestrainer Wasserspringen Lutz Buschkow von seinen Tätigkeiten im DSV freigestellt, ihm wirft Hempel vor, trotz des Wissens über die Vorfälle nicht gehandelt zu haben.

Als Niedersächsischer Schwimmverband fordern wir eine lückenlose Aufklärung und entsprechende Konsequenzen, die negative Aufmerksamkeit, die der DSV durch die Vorfälle erfährt, schaden dem gesamten Schwimmsport. Dazu Präsident Wolfgang Hein: „Ich bin entsetzt darüber, wie skrupellos manche Trainer ihre Schützlinge missbrauchen. Kinder und Jugendliche erleiden dadurch teils irreparable Schäden, die durch nichts zu entschuldigen sind. Entsprechende Konsequenzen, Entschädigungen und Hilfe für Opfer, wie Täter sind hier unerlässlich“.

Der LSN nimmt sich diesem Thema ebenfalls an und setzt in diesem Bezug auf die Prävention. „Der LSN hat bereits vor einiger Zeit gehandelt und mit Dr. Vivien Neugebauer eine Kontaktperson installiert. Hier möchte ich auch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass jedes noch so kleine Anzeichen bei Frau Neugebauer gemeldet werden soll, damit es gar nicht erst zu Vorfällen in solchem Maße, wie wir es gerade beim DSV erleben, kommen kann“, so Hein.

Vivien Neugebauer kann jederzeit unter vertrauensperson@lsn-info.de <mailto:vertrauensperson@lsn-info.de> erreicht werden. Weitere Informationen und Hinweise sind auf der Homepage des LSN unter „LSN - Schutzkonzept Prävention Sexualisierter Gewalt“ zu finden.

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