Masters EM 2018 in Kranj/Slowenien

Erstellt von Heiko Boknecht | | Startseite

Cornelia Neubert (SGS Hannover) schwimmt zum EM-Titel
Sieben Podiumsplätze in Kranj

Zum ersten Mal fanden die Europameisterschaften der Masters als gemeinsames Event aller Schwimmsport-Disziplinen statt. Dafür kehrte die EM nach elf Jahren nach Kranj (Slowenien) zurück.

Bei den Masters-Europameisterschaften in London vor zwei Jahren gab es von Seiten der Teilnehmer viel Kritik. Es war viel zu voll, der Einlass war nicht geregelt und die Wettkämpfe gingen abends viel zu lange. Nach dem Debakel entschuldigte sich der Veranstalter und auch die LEN gelobte Besserung für die nächsten Europameisterschaften. Nachdem die LEN in London per Dringlichkeitsantrag die maximale Anzahl an Einzelstarts pro Sportler auf drei reduziert hatte, durften die Schwimmer in Kranj wieder bei fünf Einzelrennen an den Start gehen. Zu den Europameisterschaften gemeldet waren nach LEN-Angaben 3.700 Schwimmer, in London waren es noch dreimal so viele.

Neben dem späten Termin im September führten auch die deutlich höheren Pflichtzeiten zu einem notwendigen Rückgang der Meldezahlen. Der Qualität tat dies hingegen keinen Abbruch. Die achttägige Meisterschaft fand auf einem teilweise sehr hohem Niveau statt. Insgesamt 46 Mal konnten sich die Masters aus dem Landesschwimmverband Niedersachsen in den TOP8 der verschiedenen Altersklassen in den Wettbewerben im Becken- und Freiwasser-Schwimmen platzieren. Für den größten Erfolg sorgte Cornelia Neubert. Über 50m Brust konnte sich Sportlerin der SGS Hannover in 0:43,52 an die Spitze der Altersklasse 65 setzen und darf sich nun Europameisterin nennen. Hinzukommt die Vizemeisterschaft über 50m Schmetterling. In der gleichen Altersklasse gewann Sabine Morche-Bloch (TSV Achim) drei EM-Medaillen Vizemeisterin wurde sie über 100m Schmetterling und 200m Lagen, Dritte zudem über 50m Schmetterling. Für die Wasserfreunde 98 Hannover gewann Lisa-Lena Vortisch Bronze in der Altersklasse 75 über 50m Rücken und Freistil. Gleich achtmal verfehlten die Sportler als Vierte nur knapp das begehrte Podiumspodest.

Das Freiwasser-Schwimmen wurde im See in Bled ausgetragen. Die Wettkämpfe der Beckenschwimmer fanden im Freibad statt, die angrenzende Schwimmhalle wurde zum Ein- und Ausschwimmen genutzt und war laut der Organisatoren das Backup-Becken gewesen, falls ein Gewitter aufgezogen wäre.

Dies hätte das eine oder andere Mal fast erfolgen müssen, denn einzig das Wetter spielte nicht so mit wie gewünscht. Teilweise war es regnerisch und kalt, zeitweise musste die Wettkämpfe sogar wegen Gewitter unterbrochen werden. Insgesamt zeichnen die Stimmen der EM-Teilnehmer jedoch ein positives Bild.

Zurück